Rettungsgeräte im Wert von 20.000 Euro gestohlen: Feuerwehr Kanena kämpft nach Einbruch mit Folgen

In der Nacht zum Samstag drangen bislang unbekannte Täter in das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Halle Kanena ein und entwendeten dabei hochspezialisierte Rettungsgeräte, darunter eine hydraulische Schere und ein hydraulischer Spreizer – Werkzeuge, die insbesondere bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommen, wenn Personen aus Fahrzeugwracks befreit werden müssen.

Die Täter verschafften sich gewaltsam Zugang zu dem Gebäude, indem sie ein Fenster im Bereich des Einfahrtstores aufbrachen. Neben dem Diebstahl hinterließen sie auch erhebliche Sachschäden am Feuerwehrhaus selbst. Die genaue Schadenshöhe wird derzeit noch ermittelt, doch allein der materielle Wert der entwendeten Geräte beläuft sich nach ersten Informationen auf mindestens 20.000 Euro.

In Eigenregie habe man zunächst die kaputten Scheiben repariert, sagte Wehrleiter Marco Mannich gegenüber dubisthalle.de.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in der Nacht zum Samstag verdächtige Beobachtungen im Bereich des Feuerwehrhauses in Halle-Kanena gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Für die Feuerwehr bleibt die Hoffnung, dass die Täter bald gefasst werden – und dass die lebensrettende Ausrüstung möglichst unversehrt zurückkehrt.

Artikel Teilen:

17 Antworten

  1. Denkender sagt:

    Da scheint ja irgendwer eine Großbestellung aufgegeben zu haben. Der zweite Einbruch innerhalb 24 Stunden. Aber wir gewöhnen uns schon dran. Es gibt halt anderswo auch Bedarf an moderner Rettungstechnik.

    • JoKo sagt:

      Z.B. bei neuen Einbrüchen. So eine Schere und ein Spreizer sind super um gut gesicherte Gebäude aufzuhebeln. In der Vergangenheit auch gerne von Clancriminellen verwendet um in Museen und Ausstellungen einzubrechen. Mit Spürezern werden Türen und Vitrinen aufgebrochen und mit Kettensägen die auch Glas schneiden können, wird Sicherheitsglas mühelos durchschnitten.
      Rettungstechnik ist sonst oft unverkäuflich weil zu speziell. Oft sind die Gerät heute Akkubetrieben und nicht wie früher mit Druckluft. Das eignet sich wunderbar um weitere Straftaten zu begehen. Mich verwundert ,dass es an solche einem recht modernen Gebäude keinerlei Alarmtechnik installiert ist. Da hat man wohl am falschen Ende gespart. Der entstandene Schaden von 20.000 Euro ist eben leider nicht alles. Wenn man die Technik nicht findet, wird damit noch weitaus mehr Schaden entstehen.

      • Imme sagt:

        Wer kennt ihn nicht, den Druckluftspreizer?

        • lrd110 sagt:

          Ich,denn Schere und Spreizer sind HYDRAULISCHE Rettungsgeräte.Sie funktionieren also mit Öl.

        • Maxim sagt:

          @ Imme , gibt es! In Kfz Werkstätten! Für Achsmanschetten ! Die gestohlene Technik wird man für den nächste Einbruch brauchen! Da hat jemand ausgespäht oder weitergegeben. Die eventuellen Lücken zum sichern solcher speziellen Geräte ist natürlich traurig. Aber welche freiwillige Feuerwehr kann sich hochwertige Alarmanlagen leisten? Die sind froh wenn es mal neue Geräte, Fahrzeuge, eventuell Modernisierte Gebäude gibt!

  2. Wennemann sagt:

    Halle holt wieder auf beim Kampf im Ranking der kriminellsten Großstädte. Ein interessantes Thema zur Präsentation im Zukunftszentrum.

  3. PaulusHallenser sagt:

    Warum die Gebäude der freiwilligen Feuerwehren so schlecht gesichert sind, ist mir ein Rätsel. Oftmals ist keine Alarmanlage vorhanden, und Videoüberwachung gibt es de facto überhaupt nicht.

    • Denkender sagt:

      Schlimm, dass man solche Gebäude zusätzlich sichern muss. Das zeigt doch, welche finsteren Gestalten bzw. Gruppierungen hier am werke sind.

    • Riddler sagt:

      Wie kann eine Videoüberwachung (die es de facto gibt) so einen Diebstahl verhindern?

    • 10010110 sagt:

      Videoüberwachung ist Gift für die individuelle Freiheit. Das kannst du nicht wollen.

      • bitte erklären sagt:

        „Videoüberwachung ist Gift für die individuelle Freiheit“

        Wie das?

        • 10010110 sagt:

          Die Freiheit, nicht beobachtet zu werden und tun und lassen zu können, was man will.

          • Altes Lied sagt:

            Tun und lassen kannst du alles, auch wenn du dabei beobachtet wirst.

            Videoüberwachung kann das nicht verhindern. Wie oft denn noch…

          • ABUS sagt:

            Aber durch eine Videoüberwachung kann man auch wenn es zu spät für den Diebstahl ist, die Täter erkennen und überführen. Auch gibt es bei guten Videoüberwachungen die Möglichkeit mit den Tätern zu kommunizieren also die Täter ansprechen dass sie gefilmt werden bzw. Polizei informiert wird.

          • RING sagt:

            Super. Und sonst so?