Terroranschlag auf Synagoge in Halle: Polizei hat lange gebraucht

Das könnte Dich auch interessieren …

65 Antworten

  1. Vernunft sagt:

    Wie undankbar kann man eigentlich sein? Ohne den heldenhaften Einsatz der Polizei, hätte die Tragödie nicht schon an der LuWu geendet und dieser Herr hat nichts besseres zu tun, als diesen Vorfall auszuschlachten. Was ist mit den Leuten nur verkehrt.

    • Halles Katze sagt:

      Das Ende war nicht in der Luwu … ! Es ging weiter über Landsberg bis hinter Weißenfels auf der B 91 … dort hamse ihn gekriegt !!!

      • Vernunft sagt:

        Der Amoklauf wurde an der LuWu, wenn auch mit viel Glück, gestoppt. Dort wurde der Täter angeschossen. Danach konnte er zwar noch flüchten aber ohne die Polizei wäre der Weg zu diversen belebten Plätzen offen gewesen.

    • Maria sagt:

      Heldenhafter Einsatz? Dann lies doch nochmal nach, wie lange es gedauert hat, bis die Polizei vor Ort war und schau dir an wie weit die nächste Einsatzstelle weg ist. Ich sehe das als sehr schwache Leistung und es ist sehr traurig.

      • Urhallenser sagt:

        Genau so isses! Er konnte von 2 Tatorten bis Queis fliehen! Er war kurzzeitig bewusstlos am Auto … warum greift man da nicht zu, wenn man schon nur „Betäubungsmunition“ verwendet? Ein Armutszeugnis der Polizei durch und durch!!!!!

    • pauli sagt:

      Da geht’s nicht um ausschlachten, sondern um die elementare Frage Leben oder Tod. Bei Terror sind 10 Minuten objektiv viel zu lang.
      Als Vorstand der jüdischen Gemeinde ist deren Sicherheit seine oberste Sorge und die jüdische Gemeinde war das ursprüngliche Hauptziel des Terroristen.

  2. Halles Katze sagt:

    Traurig alles !!!
    Ich brauch von der Klopstockstrasse bis zum Tatort 3 Minuten bei Ampel grün !!!
    Die Polizei um die Ecke mit Sondersignal keine 2 Minuten !!!
    … wo waren die Polizei und deren Einsatzkräfte … ???
    Bei solch einer Meldung ???
    Haben alles Interieur in jeder Dienststelle !
    Aber wo waren sie und wie lange haben sie gebraucht bis zum Tatort ???
    … versagt haben sie , … einfach versagt !!!
    Das ist alles sehr sehr traurig …

  3. hallenser sagt:

    Sehr schlimm und traurig. Aber genau so schlimm ist es um die Polizei bestellt. „So habe es gut 10 Minuten und ein zu langes Telefonat gebraucht, bis Kräfte nach der Meldung des bewaffneten Angriffs eintrafen“ . Bedeutet, künftig können sich Attentäter oder Verbrecher diese Zeit lassen, bis zum Eintreffen der Polizei zu rechnen ist.
    Man kann sich wirklich noch sicher fühlen in dieser Stadt.

    • hallenser sagt:

      Möchte mich doch korrigieren, angesichts der Polizeistandorte, Verkehrslage, Baustellen war es doch gar nicht möglich schneller am Tatort zu sein. 10 min. sind eine sehr gute zeit.

  4. sagt:

    10 Minuten ist nicht soo lange.
    Diese ganze Antisemitismusdebatte geht mir schon jetzt auf den Sack. Das war fremdenfeinlich und nicht nur antisemitisch! Wen interessiert eigentlich die unschuldige Frau und der arme Mann im Laden? Die Jüdische Gemeinde hatte gaaanz viel Glück aber Opfer waren andere!

    • Maria sagt:

      Die Opfer waren keine Juden, richtig. Und egal welche Religion und Nationalität sue hatten, es ist traurig, weil es Menschen waren.
      Dass es vom Täter als antisemitischer Anschlag geplant war, geht jedoch eindeutig aus seinem Video und seinem „Manifest“ hervor.
      In diesem Kommentar klingt es fast ein wenig so, als ob bedauert wird, dass es zwei andere Opfer gab und die jüdische Gemeinschaft in der Synagoge verschont blieb. Das klingt in meinen Ohren sehr merkwürdig. Wäre der Täter in die Synagoge reingekommen, dann hätte es ganz sicher noch mehr als zwei Opfer gegeben.

      • JM sagt:

        Hätte hätte…ist aber nicht. Ich schrieb, dass ich die geplante Tat schlimm finde ABER ich finde schlimmer, dass niemanden die wahren Opfer interessiert. Wer sind sie? Namen? Fotos? Um diese Leute tut es mir in erster Linie leid.

  5. Ankläger sagt:

    „Die Sicherheitssituation für die Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt sei katastrophal.“

    Ebenso der Zentralrat der Juden: „Dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt war, ist skandalös.“

    Da klopfen sich unser MP und sein Innenminister jetzt hoffentlich nicht die Hände auf die Schulter. Am besten wäre es, wenn sie beredt schweigen täten.

  6. JM sagt:

    Liebe jüdische Gemeinde, mir tut leid, was euch fast passiert wäre. Ehrlich und wirklich!

    Aber ihr lebt!!! Wer sind die Toten vor eurer Tür? Wie geht es deren Familien und Angehörigen? Fassungslos, dass niemand über diese Menschen berichtet, sondern um 10 Minuten Fahrt der Polizei. Schneller da sein hätte diese Menschenleben auch nicht gerettet. Schade. Alles.

    • Halles Katze sagt:

      Das stimmt alles , … aber wo ist denn unsere ständige Überwachung heute aktuell gewesen – … nicht der Markt , nicht der Bahnhof … .
      Oktober 2019 … – alles wird doch mittlerweile überwacht und ständig geprüft … ?!? Wo sind die Ermittler im Darknet und deren Ermittlungen in diesem Fall ? Sitzen doch bestimmt in jeder größeren Stadt und verfolgen und ermitteln im Büro einer Behörde … ?

  7. Scolll sagt:

    Ja…die Polizei war erst zehn Minuten später da….ja es ist sehr schlimm…aber sollten nicht die Opfer….die nicht jüdischen Glaubens sind ..,.genau so im Focus stehen….ja.,wir haben ein Sicherheitsproblem….ja….es sind evtl. Bürger jüdischen Glaubens besonders gefährdet….aber wirklich mehr als andere Nationalitäten…mich ärgert einfach….dass alles wieder so auf Antisemitismus vereinfacht wird und die Opfer ohne Namen schon so kurz nach diesem furchtbaren Ereignis instrumentalisiert werden um Politik zu machen…kein Mensch hat das verdient…jeder Mensch ist zu wertvoll…um Opfer zu werden… Jeder Mensch auf dieser Welt…ob Jude.,Moslem oder Christ.. mich kotzt der Unterschied der zwischen Menschen verschiedener Religion und Herkunft gemacht wird nur noch an… wir sind ein Volk….wir sind alle Menschen

  8. Martin Lämmerhirt sagt:

    Heldenhafter Einsatz?
    Finds krass dass der so lange unbehelligt im Viertel unterwegs sein konnte und es noch aus der Stadt geschafft hat –
    verglichen mit dem übertriebenen Polizeiaufgebot danach.

  9. AT sagt:

    Was sollen die Kommentare?!?

    Er hat eindeutig recht – 10min. sind eindeutig zu lang! Was wäre passiert wenn der Täter einfach in die Synagoge gekommen wäre – nicht vorstellbar! Der Vorfall zeigt deutlich, dass unsere Behörden einfach nicht in der Lage sind, solche Szenarien nicht gewappnet sind.

    Darüber hinaus wurde das Video gekürzt wiedergegeben und schildert den Vorgang in der Synagoge. Mein Beileid der Familien des jungen Mädchen und dem Mann im Bistro!

    • Fliesentisch sagt:

      Es war Glück im Unglück, dass er zu unfähig war in die Synagoge zu kommen. Nur was ist deine Erwartungshaltung?

      Nehmen wir mal die angeblichen 10 Minuten an. Wie schnell sollen denn entsprechende Einheiten bei einem Amoklauf vor Ort sein? Meinst Du jeder Polizist rennt dort in Rambomanier rein?

      Es ist nur traurig, wie man dort auf den gescheiterten Anschlag reagiert und sich auf Kosten der Opfer profiliert.

  10. Ted Striker sagt:

    Die Polizei war rechtzeitig vor Ort, hat aber im gesamten Viertel keinen Parkplatz gefunden.

    Nein, im Ernst denke ich, daß die Polizei, die ja in oder für Sachsen-Anhalt oft kein gutes Bild abgegeben hat, heute sicherlich einen tollen Job gemacht hat. Daumen hoch!

  11. Wessi sagt:

    Zehn Minuten sind ein Witz! Ich habe mal nach einem Verkehrsunfall eine Stunde gewartet!

  12. Fadamo sagt:

    Mir kommen da sehr viele Fragen auf. War der Täter Hallenser und hat er gewusst, dass hinter der Mauer eine Synagoge sich befindet, oder war es Zufall, dass er den Sprengsatz über diese Mauer warf ? Er hat keine Personen mit jüdischen Glaubens gezielt ermordet, sondern es waren Zufallsopfer. Jeder „Augenzeuge“ berichtet andere Zahlen über die Anwesenden in der Synagoge. Eine Berichterstattung des Vorsitzenden der Synagoge über den Synagogenangriff, hat man kein Interview gewidmet ?
    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da wieder etwas politisch nicht korrekt ist.
    Ich bin Mal gespannt, was der Bürger bei der nächsten Pressekonferenz, über den Mörder erfährt. Es bleiben noch viele weitere Fragen offen.

    • 10010110​ sagt:

      Der Täter ist (gebürtiger) Eislebener und ja, er hat gewusst, dass sich hinter der Mauer eine Synagoge befindet. Er hat diesen Anschlag gezielt geplant und laut Bekennervideo hat er sogar vorher darauf gehofft, dass das Tor offen ist, und sich dann geärgert, dass es nicht der Fall war. Er hat mehrere Minuten lang gezielt versucht, dort einzudringen, und das tut man nicht mal eben „zufällig“.

      • Fadamo sagt:

        Woher hast denn du diese Informationen her ? Bist wohl mit dem Täter vertraut gewesen .Die Staatsmedien hatten noch nichts darüber berichtet gehabt.

  13. T.K. sagt:

    Ich finde es sehr traurig, dass hier über Reaktionszeiten oder Kräfteaufwand der Polizei diskutiert wird.
    HallesKatze geht davon aus, dass die Polizei im Gebäude in der Wilhelm- Busch- Straße sittt und auf Anrufe wartet.
    Dabei ist die Polizei ständig unterwegs und wartet nicht auf Einsätze, die durch Unwissende begutachtet werden.
    Und wenn nicht so viele Leute die Polizei mit Sinnlos-Einsätzen beschäftigen würden, wären bestimmt auch eher Kräfte frei. Hier sollte sich jeder an die eigene Nase fassen, der die Polizei kritisiert.
    Ich finde, die Polizei hat sehr gute Arbeit geleistet.

  14. Sachverstand sagt:

    Diese Vorwürfe sind absurd, lächerlich und sicher lediglich dem Erlebten geschuldet. Deshalb für mich menschlich verständlich und daher eigentlich keiner Nachricht wert, weil in hochemotionaler Situation abgesetzt. 10 Minuten Eintreffen am Tatort nach dem Absetzen des Notrufs, dass ist absolut schnell! Hierbei muss allein der Ablauf der Alarmierungskette für die Einheiten mit berücksichtigt werden. Die sitzen da nicht den ganzen Tag, Vollmontur bereits am Körper, aufmunitionierte Waffe griffbereit, herum und warten nur darauf zu den auf dem Hof mit laufenden Motoren wartenden KFZ zu sprinten und dann zum Einsatz zu fahren. Das gibbet nur im Krimi.

  15. mirror sagt:

    Diese Typen sind doch überall bekannt und zeichnen sich schon in der Jugend als dumme Schläger aus. Warum kann man die 12.000 gewaltbereiten Dummköpfe nicht früher aus dem Verkehr ziehen? Wie ist es möglich, dass sich solche Leute ein Waffenarsenal zusammensammeln können? Vielleicht sollten wir unsere Gesetze konsequenter durchsetzen und nicht immer mehr auf die heilenden Worte der Sozialarbeiter vertrauen.

    Es muss endlich aufhören, dass sich immer mehr Gruppen für Ihre Gesetzesübertretungen mit dem „Notwendigen Kampf für die gute Sache rechtfertigen. Ob der Nazi-Gruß auf Demos, die Besetzung von Baukränen oder die lächerliche Berufung auf Notwehr der Extinction Rebellion, alle Gesetzesübertretungen müssen geahndet werden. Die Willensbildung und Entscheidungsfindung in einer Demokratie gehen anders. Das müssen wir diesen Ochsen mit harter Hand wieder beibringen.

    • 10010110​ sagt:

      Der Typ hat sich kein Waffenarsenal zusammengesammelt, sondern sich die Waffen selbst gebaut, vermutlich nach Anleitungen, die man frei im Internet findet. Und weil er dabei dilettantisch vorgegangen ist, hat der ursprünglich geplante Anschlag auch nicht funktioniert und es gab „nur“ zwei Tote.

      Solche zuvor unauffälligen Einzeltäter kannst du auch mit konsequenteren Gesetzen nur schwer aus dem Verkehr ziehen, denn noch kann niemand Gedanken lesen, und auch eine Verstärkung des Überwachungspersonals stößt nach dem Ertragsgesetz irgendwann an ihre Grenzen.

      • mirror sagt:

        In Eisleben kennen sie ihre Pappenheimer, aber auch in Südstadt oder Silberhöhe. Schon lange vor der AfD traten die regelmäßig auf Veranstaltungen auf und haben sich zum Helden der Nacht geprügelt.

    • Zukunft der Demokratie sagt:

      ,,Das müssen wir diesen Ochsen mit harter Hand wieder beibringen.“

      Was ist aber, wenn der verantwortliche ,,Ochsentreiber“ zumindest auf dem rechten Auge blind ist?
      https://www.fr.de/politik/rechten-auge-blind-10957966.html

      Die Problematik sitzt aber wesentlich tiefer und wird durch das soziale Umfeld der ,,12000 gewaltbereiten Dummköpfe“ geprägt. Eltern, aber auch in erster Linie die Schulen tragen schon früh die gesellschaftliche Verantwortung, damit es eben keine ,, Ochsen“ die sich auf irgendeine radikale und gewaltbereite ,, Wiesen“ treiben lassen, werden!

      • 10010110​ sagt:

        Die Schulen können am wenigsten dafür. Das ganze Gesellschaftssystem ist nur auf Individualismus, Konkurrenzdruck, Konsumismus und Selbstdarstellung ausgerichtet; das Ergebnis ist eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft in Gewinner und Verlierer. Da muss angesetzt werden.

        Es wird ja immer erzählt, dass die Sprache/die Worte vor den Taten kommen, und die AfD für die Verrohung selbiger verantwortlich gemacht. Ich wage jetzt mal eine provokante Aussage: ich halte neoliberales Geschwätz, wie es von der FDP und Konsorten verbreitet wird für genauso verantwortlich, denn dieses propagiert das oben kritisierte Gesellschaftssystem. Jeder denkt an sich und wer nicht zu den Gewinnern gehört, hat halt nicht hart genug gekämpft und ist ein Versager. So kann es nicht weitergehen.

        FDP verbieten! 😉

        • Zukunft der Demokratie sagt:

          Allerdings gab es in den verschlossen Akten des MfS in einem sozialistischen Gesellschaftssystem leider auch einen nicht zu unterschätzenden Rechtsradikalismus!
          https://www.spiegel.de/politik/deutschland/erkenntnisse-aus-stasi-akten-das-braune-erbe-der-ddr-a-119190.html

          Da es aber nicht zu dem weltoffenen sozialistischen Weltbild in der DDR passte, durfte es ihn offiziell nicht geben. Rechtsradikalismus vorrangig von einem Gesellschaftssystem abhängig zu machen, diesem Argument würde ich daher grundsätzlich widersprechen. Auch wenn die FDP für ein (neo) liberales Gesellschaftssystem mit denen von ihnen nachweislich und richtig beschriebenen Symptomen wirbt, ist es nicht ausschließlich für den Rechtsradikalismus verantwortlich. Da die FDP nur ihre eigene und besser gestellte Klientel an Wählern und nicht an Rechtsradikalen hat, muss man sie zum Glück auch nicht ,,verbieten“.

          Das die Schulen am wenigstens dafür können, stimmt insoweit , das sie oftmals mit dieser Problematik von der Gesellschaft allein gelassen werden.

          Aber wie wichtig eine klare Haltung der Schule gegen Rechtsradikalismus ist, wird vielleicht für Sie am folgen Beispiel aus Berlin deutlich!
          https://www.morgenpost.de/berlin/article217074005/So-wehren-sich-Schulen-gegen-rechtsextreme-Gesinnung.html

          Die Demokratie muss den offenen gesellschaftlichen Blick so früh wie möglich gegen jede Art von möglichem gewaltsamen Radikalismus wahren, unabhängig ob er aus der islamistischen, links oder rechtsextremen Richtung erfolgt. Die damit verbundene Gewalt hat nichts in unserer Gesellschaft zu suchen!
          Weder an Schulen, Plätzen des öffentlichen Lebens, in Gotteshäusern und im Internet!
          Dafür muss der Rechtsstaat im Rahmen seiner Gesetze und mit aller Härte sorgen. Ist der Rechtsstaat zu schwach, gefährdet das erheblich die Zukunft der Demokratie!

          Das Schulen am wenigstens dafür können

          • 10010110​ sagt:

            Die Lehrkräfte tun alles mögliche, um Demokratie und Toleranz zu unterrichten und in jedem Lehrplan kommt der Kampf gegen Rechtsextremismus vor. Die Schüler – und je jünger, desto eher – wiederholen nur das, was sie im Elternhaus und weiteren sozialen Umfeld vorgesagt kriegen. Und wenn das soziale Umfeld nur aus Verlierern der Gesellschaft besteht (Stichwort „Sozialhilfeadel“), dann kann auch eine Schule nicht viel mehr machen. Man wird nicht als Nazi geboren, sondern man wird zum Nazi gemacht.

            Selbstverständlich war in der DDR auch nicht alles Gold, was glänzte. Der „real existierende Sozialismus“ hatte auch Gewinner und Verlierer. Ich denke aber dennoch, dass es gewisse ganzheitliche Tendenzen gibt. Abgesehen davon kann man die DDR und heutige Lebensweisen schon aufgrund des technischen Fortschritts nicht vergleichen. Wie ein Gesellschaftssystem der DDR mit heutigen technischen Mitteln aussehen würde, kann man nur entfernt anhand des Beispiels China spekulieren.

  16. HansimGlueck sagt:

    Die Frahe dreht sich vielleicht weniger um den Einsatz an sich, aber ich kenne keine andere Synagoge, als die in Halle, wo nicht ein Polizeiauto davor steht.
    So traurig das ist, dass dies überhaupt nötig ist. Dass es nötig ist, beweisen ja hier manch Beiträge leider schon wieder.

  17. Ammendorf sagt:

    Rücktritt des zuständigen Ministers und sofortige Aufstockung der Polizei und ihrer Gehälter wäre angemessen. Und den Politikern, die diese Situation jetzt ausschlachten indem sie sich ins Rampenlicht stellen, eine politische Backpfeife bei der OB-Wahl verpassen.

    Aber wir wissen ja alle wer nach so einer Aktion OB wird …

    • Fadamo sagt:

      An zweiter stelle ist wirklich die Politik schuld.
      Die Politik die jetzt in Deutschland abgeht, kann kein Bürger einfach so hinnehmen.
      Früher vor 30 Jahren hat der Bürger wesentlich sicherer gelebt. Da kann man so oft die Vereinigung Deutschland loben wie man will, in der DDR hat man sicherer gelebt.

    • Urhallenser sagt:

      Das wissen wir alle … aber der OB kann eben keine Polizeieinsätze kommandieren!!! Der Innenminister gehört in die Verantwortung!

    • Thomas Hahmann sagt:

      Immer dieser Schrei nach Rücktritt des Ministers. Was soll das bringen? Minister kommen und gehen, die zuständigen Beamten (die Riege darunter) bleibt (unkündbar) und lacht sich ins Fäustchen…

  18. Thomas Hahmann sagt:

    Hmm, 10 min empfinde ich aus meiner Warte als nicht unbedingt lang, verstehe aber, dass sich das ewig anfühlt, wenn man sich in so einer Lage befindet. Sicherlich gibt es Einsatzrichtlinien zu dieser Problematik. Stellt sich auch die Frage, wie die Polizei genau vorgeht, wenn ein Schütze im Wohngebiet agiert. Stichwort „Überraschungsmoment“

    Schwerwiegender der Vorwurf, dass ein längeres Telefonat nötig gewesen sei. Wenn da jemand mit einer Waffe rumfuchtelt oder gar schiesst, muss die Polizei sofort aktiv werden – Punkt!

    Hätte dort präventiv Polizei stehen müssen? Vielleicht. Hängt in meinen Augen davon ab, wie die konkrete Bedrohungslage im Vorfeld war. Das kann ich nicht bewerten. Allerdings zieht man auch Aufmerksamkeit auf sich, wenn da immer blaue Autos vor der Tür stehen. Ich selber hätte nicht gewusst, wann die Juden Jom Kippur feiern. Da war der Täter gut informiert und hat dieses Wissen sicherlich auch vielen seiner Buddies voraus.

  19. Hallenserin sagt:

    In 10 Minuten vor Ort ist a) im Normalfall sehr schnell, aber b) im Bedrohungsfall eine Ewigkeit.
    Dass Polizei nicht überall stehen kann, ist selbstverständlich. Sofern nicht eine nachweisliche Bedrohungslage im Vorfeld bekannt war, wurde alles richtig gemacht.
    Dieses kranke Hirn, dass mit sich und der Welt nicht klar kam, hätte wahrscheinlich niemand stoppen können, da er – so wie bisher kommuniziert – polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist.

    • Zukunft der Demokratie sagt:

      ,,polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist“, vielleicht liegt es aber auch daran, das die Polizei ganz einfach nicht die notwendigen Mittel und das notwendige Personal hat und aktuell hatte, um solche ,,Erscheinungen“ zu ermitteln?
      Denn die extreme und so gewaltbereite Radikalisierung findet bei Einzeltätern hauptsächlich über das Internet statt!
      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/innenministerium-warnt-vor-rechtsextremer-radikalisierung-im-internet-a-1265545.html

      Außerdem müssen „die digitalen Kompetenzen und die Ausstattung der Behörden weiter verbessert werden, damit aus einer Kommunikation über rechtsextreme Anschläge keine echten Taten werden“.

      Wie viel ,,kranke Gehirne“ die mit sich und der Welt nicht klar kommen, lassen noch ,,echte Taten“ folgen ?? Und der demokratische Rechtsstaat kann wirklich nur zuschauen ???

  20. JM sagt:

    So wie die Polizei immer wieder in den Dreck gezogen wird wundert es mich nicht, dass keiner den Job machen will.

  21. Elli sagt:

    Also ich weiß ja nicht ob der Herr Privorozki in so einer Situation auf die Uhr gesehen hat. Ob nun 8 oder 10 Minuten, ich finde nicht , dass die Polizei zu lange gebraucht hat. Und ich finde es furchtbar, was manche hier bei so einer schrecklichen Tat für Kommentare ablassen.

  22. Wahrheit sagt:

    Schade wie Herr Privorozki sich hier versucht auf Kosten der Polizei mit Fakenews zu profilieren. Seine mindestens 10 Minuten wurden ja von Herrn Stahlknecht heute widerlegt.

    Auch die Reaktionen der Menschen ist nach so einer Tat schwer zu verstehen und hinterlässt einen sehr faden Beigeschmack:
    https://twitter.com/HananyaNaftali/status/1182024048395591681

    • eseppelt sagt:

      Da kann Stahlknecht noch so viel Müll erzählen. Wer das Video kennt weiß, dass die sieben Minuten nicht stimmen können

      • Wahrheit sagt:

        Ich kenne das Video, die Polizei traf aber zuerst an der Synagoge ein, da war der Täter schon weg. Ab zünden des ersten Sprengsatzes ist er nicht mal 7 Minuten vor Ort. Von daher sind die Zeiten von Herrn Stahlknecht selbst ohne die Zeit die bis zum Notruf vergeht, Gesprächszeit und Weiterleitung schon völlig plausibel. In der LuWu taucht die Polizei 6 Minuten nach dem ersten Schuss am Döner dort auf.

      • Kronprinz sagt:

        Ich finde es ziemlich anmaßend und auch beleidigend, was Sie hier behaupten. Auch ich kenne (leider) das Video. Aus diesem lässt sich nur für Hellseher erschließen, WANN der erste Notruf durch den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde zu Halle abgesetzt worden ist, nebenbei auch erst an die Rettungsleitstelle der Stadt Halle und von dort aus an die Polizei. Also bitte stellen Sie das richtig.

  23. W. Molotow sagt:

    Es war klar, das dieses Ereignis sofort ausgenutzt wird, um auf der Polizei rum zu hacken.

    Die Einsatzkräfteanzahl ist halt begrenzt(die rigide Sparpolitik von Bund und Ländern in den letzten 25 Jahren nicht vergessen!).

    Es werden beileibe nicht alle Synagogen in Deutschland permanent bewacht.

    Stahlknecht beruft sich auf die Einschätzung der Sicherheitslage durch das BKA und verweist darauf, das die Synagoge in Halle schon seit etlichen Jahren nicht mehr betroffen war.

  24. W. Molotow sagt:

    Was ich noch vergessen habe:

    Ihr polizeitaktischen Klugscheißer hier – bewerbt euch, macht den Job!

    Eure stinkenden Hosen möchte ich nicht sehen, wenn es ernst wird und euch die Kugeln um die Ohren pfeifen…

  25. Zeitungsleser sagt:

    Fakt ist, dass die hallesche Polizei eine denkbar schlechte Figur abgegeben hat und die angeblichen „nach 7 Minuten vor Ort“ sind eine faustdicke Lüge.
    Dokumentiert durch das Tätervideo. Der Mann könnte unbehelligt 15 Minuten um sich schießen, bevor das erste Mal Polizei zu hören war.
    Der Typ hatte ja selbst schon einen Reifen an seinem PKW zerschossen und ist dann noch laut Polizeibericht „mit unbekannten Ziel geflohen!?!?
    Kam da keiner der Polizisten auf die Idee, den zu verfolgen??? Der konnte noch – mit kaputtem Reifen – bis nach Queis fahren und hätte Gelegenheit gehabt, noch mehr Menschen zu töten!
    Beim besten Willen: Bürger schützen sieht anders aus. Und professionelle Polizeiarbeit auch.
    Ausnahmsweise hat heute die Bild-Zeitung in einem Artikel dazu mal die richtigen Fragen gestellt.
    Man kann nur hoffen, dass dieses Verhalten der halleschen Polizisten Konsequenzen hat.

    • Wahrheit sagt:

      Bitte bleib bei der Wahrheit. Die Polizei war 7 Minuten nach den Notruf an der Synagoge und fand dort die tote Frau. Die Polizisten sind keine Hellseher, der Täter zu der Zeit schon ganz woanders.

      Und um deiner Verschwörungstheorie mal gleich die Luft zu nehmen, im Video sieht man relativ gut, dass es sich offensichtlich um Runflat-Reifen handelt.

  26. Katharina sagt:

    In der Bild Zeitung gab es heute einen Artikel zum Thema, überschrieben mit: „Wo war eigentlich die Polizei?“
    Dort wird auch nochmal die 7 Minuten-Lüge und das seltsame Verhalten der halleschen Polizei thematisiert:

    https://www.bild.de/regional/leipzig/leipzig-news/anschlag-auf-synagoge-in-halle-wo-war-eigentlich-die-polizei-65256736.bild.html

  27. farbspektrum sagt:

    “ Mit Blaulicht und Martinshorn hätte ein Einsatzwagen die Strecke ohne Probleme in wenigen Minuten zurücklegen können …“
    Natürlich sitzt eine Gruppe Spezialkräfte voll in Schutzausrüstung im Revier und wartet auf einen Einsatz, um in Minutenschnelle vor Ort zu sein.
    Man kann natürlich auch sagen, dass Polizisten dafür bezahlt werden, sich abschlachten zu lassen.

    • eine Bürgerin sagt:

      „Man kann natürlich auch sagen, dass Polizisten dafür bezahlt werden, sich abschlachten zu lassen.“
      .
      Das ist wohl etwas überspitzt formuliert, aber genau das ist der Deal in entwickelten Demokratien.
      Die steuerzahlenden Bürger geben das Gewaltmonopol an den Staat, der dafür Schutz verspricht und diesen auch – notfalls mit Gewalt durchsetzen sollte.
      Leider verstärkt sich in letzter Zeit, speziell auch in Halle, der Eindruck, dass der Deal seitens des Staates – respektive der Polizei – nicht mehr eingehalten wird und die Bürger mit der steigenden Gewaltkriminalität allein gelassen werden.

  28. T.K. sagt:

    @Zeitungsleser und @Katharina
    Die Blöd-Zeitung ist die denkbar schlechteste Quelle ever.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass im digitalen Zeitalter die Bewegung der Funkstreifen gut nachvollzogen werden kann und das deshalb die Zeitangaben auf tatsächlich Erkenntnissen beruhen.
    Außerdem kann der Besatzung ja nicht ahnen, wohin sich der Täter entfernt hat.
    Die Polizei ist natürlich dann immer auf Hinweise angewiesen und kann leider deshalb schneller am Ort sein.
    Ich bedauere das gesamte Geschehen und gedenke der Opfer.
    Aber mein Herz schlägt hier für die Polizisten, die sich dem Täter näherten und sich einen Schusswechsel mit ihm lieferten, um Schlimmeres zu verhindern.
    Auch sie haben bestimmt Familie. Und für die Personaleinsparungen bei der Polizei in den letzten Jahren können diese Polizisten nichts.
    Gestern Abend sagte ein Polizist im ZDF bei Maybritt Illner, dasy der Personalbestand der Polizei von ca. 8500 auf 5400 zusammengespart wurde. Den Bestand muss man auf ein 3-Schicht-System aufteilen und auf Sachsen-Anhalt verteilen.
    Da kann man sich ungefähr vorstellen, wie viele Polizisten im Dienst sind.

  29. Hallunke sagt:

    Ich glaube das die wenigsten Schreiberlinge fachliches oder behördliches Grundwissen oder Fachwissen haben ,um urteilen zu können. Ich kann nicht urteilen in welcher Zeit man am Tatort sein muss, wie die personelle Situation aussieht, wie die Verkehrslage zu diesem Zeitpunkt war, ich kenne keine Sicherheitsbestimmungen , …………..ich glaube jedoch das alles nach besten Ermessen getan wurde.

  30. Jana Hensel sagt:

    Bemerkenswert auch die Aussage der Polizei, die Synagoge sei „bestreift“ worden. Die Beweise möchte ich gern mal sehen.
    Jeder Hallenser weiß: in Halle wird weder die Synagoge noch irgendetwas „bestreift“.
    Es gibt genau zwei Anlässe zu denen sich mal Polizei in Halle öffentlich blicken lässt, dann allerdings massiv: wenn der HFC Fußball spielt oder wenn irgendein aktionistischer Irrer wieder mal einen „Blitzermarathon“ ausruft.
    In den übrigen Zeiten weiß man nicht, wo Sachsen Anhalts – laut wikipedia – 7000 Polizisten sich aufhalten. Auf Halles Strassen jedenfalls nicht. Denn dann hätten sie auch die Automatensprenger erwischen können oder die Dauerbrandstifter, die seit Wochen ihr Unwesen in Halle treiben….

  31. Fragen über Fragen sagt:

    Nach der Bild-Zeitung, die heute titelt: „Unfassbar! So ließ die Polizei den Killer Neonazi entkommen“,
    entdecken nun auch andere Medien das Polizei-Versagen beim Anschlag in Halle.
    Spiegel-online hat heute einen Artikel dazu: „Flucht mit plattem Reifen“ und stellen mal vorsichtig ein paar Fragen, wieso der Mann in einer Großstadt 15 min völlig von Polizei unbehelligt schießen und morden kann, anschließend mit plattem Reifen nach Queis fahren, noch 2 Menschen verletzten und dann noch 40 km bis fast nach Zeitz fahren kann, bevor er in einen LKW kracht….
    Also, nach einem professionellen Agieren seitens der Polizei sieht das weiß Gott nicht aus.

  32. Boris sagt:

    Erschreckend ist, mit welcher Dreistigkeit Polizei und Innenminister versuchen die Öffentlicheit zu täuschen, nach dem Motto: alles super gelaufen, nix falsch gemacht. Nie.
    Da gibt es überhaupt keine Fehlerkultur, die sind ja nicht mal bereit, die Fehler zuzugeben, die nun jeder offensichtlich erkennen kann.
    Was soll denn erst passieren, wenn mal kein Volldepp mit selbstgebastelten Waffen einen Anschlag verübt, sondern tatsächlich mehrere zu allem entschlossene Terroristen mit echten Waffen??
    Meine Schlussfolgerung aus dem Fall: die Polizei wird den Bürgern nicht helfen. Sie wird aber hinterher allerlei Ausreden finden, warum nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.