Wiegand stoppt Fällungen auf der Rabeninsel – Stadtrat muss entscheiden
Die geplanten Fällungen auf der Rabeninsel in Halle sind erstmal ausgesetzt. Zwar hätten die zuständigen Gremien, wie auch die Baumkommission zugestimmt.
„Mir ist das ganze trotzdem nicht geheuer“, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand. Aus diesem Grund solle letztendlich der Stadtrat entscheiden.
Es wird also im Herbst in den Ausschüssen zu einer Debatte über die Fällungen kommen. Geplant ist, dass auf fast 10.000 Quadratmetern Fläche die Hybridpappeln gefällt und durch Stieleichen ersetzt werden.
In der Heide hat der Borkenkäfer augenscheinlich einen vergleichbaren Schaden angerichtet wie die Dürre. Letztendlich dürfte die Heide und der ganz überwiegende Waldbestand an vielen Orten in Deutschland ein Forstwald mit schnell wachsenden und wenig widerstandsfähigen Baumarten sein. Es fragt sich, ob man zum Sterben verdammte Bäume retten muss oder lieber nachhaltig ersetzt.
Eine Besonderheit von Halle ist, das es hier Auenwälder gibt. Das ist für eine Großstadt nicht selbstverständlich, siehe Dresden. Alle Wälder in Halle sind von Menschen angelegt worden, ich kenne keine Fläche, auf der ununterbrochen Wald gestanden hat. Die jeweiligen Flächen in der Aue in Halle waren u. a. Hutewälder und Parks. Eine Einordnung als Naturschutzgebiet ist meistens geschehen, um eine vorhandene Pflanzengemeinschaft zu schützen und nicht, um alles dem Selbstlauf zu überlassen. Die alten Eichen auf der Rabeninsel kommen nun langsam aber sicher an ihr Lebensende und das auch noch ziemlich gleichzeitig. Damit die nächsten Generationen dort auch noch Hartholzauenwald vorfinden, muss gehandelt werden. Was ist so schlecht daran, morbide Hbridpappeln zu fällen und standortgerechte Stieleichen zu pflanzen?
„Daß der Verkauf der Fähre tatsächlich die Resignation der Stadt
widerspiegelt, bestätigt Birke Preußler. Die Mitarbeiterin der städtischen
Pressestelle auf MZ-Anfrage: „Das Lokal will zu den geltenden Bedingungen
niemand haben.“ Von Interessenten sei immer wieder kritisiert worden, daß
die Gaststätte nicht mit dem Auto angesteuert werden dürfte. Ein solches
Zugeständnis könne aber nicht gemacht werden, weil die Rabeninsel
vorläufig unter Naturschutz stehe.“ (MZ)
Wie viel qm der Hektar von @???? hat, werden wir wohl nie erfahren. Wahrscheinlich kennt er sich mehr mit Fußball aus, als mit SI-Einheiten.
Welch ein schöner Erfolg für das Klima-Camp auf dem Hallmarkt, FfF, die Freunde von XR Halle und die Grüne Partei!
Weiter so! Mutter Erde braucht Euch!