Brücke in der Mansfelder Straße muss neugebaut werden

31 Antworten

  1. Mobile Stadt sagt:

    Da könnte man doch glatt einen weiteren Saaleübergang für KFZ schaffen. Damit würde man den alten Rückbau wieder ausgleichen.

  2. Gesunde Stadt sagt:

    Autos möchte ich auf keinen Fall auf der neuen Brücke. Privat-Autos haben im Stadtinneren nichts zu suchen.

  3. Stadtplaner sagt:

    Privat PKW gehören in eine Stadt, wenn du Pferdekutschenromantik willst, es gibt schöne Inseln. Ansonsten ist der MIV ein wichtiger Teil der modernen Gesellschaft.

    • 10010110 sagt:

      Wer legt denn fest, dass Privat-PKW in eine Stadt gehören? Ist das so, „weil’s schon immer so war“? MIV hat durchaus seine Berechtigung, aber nicht in einer dicht bebauten und gut von ÖPNV erschlossenen Stadt.

      • Nonbinär sagt:

        Wer legt fest das Fußgänger oder Radfahrer in eine Stadt gehören? Wir sind in einer freien und fortschrittlichen Gesellschaft, dein Lebensmodell wird auch gerne toleriert, es zwingt dich keiner ein PKW anzuschaffen. Ob du nun auf dem Radel hartzen willst oder lieber ein produktives Mitglied der Gesellschaft sein willst ist dir überlassen aber zwing anderen nicht deine wirren Fantasien auf.

        • 10010110 sagt:

          Ich bemühe nochmal die Raucher-Analogie: im Gegensatz zu Rauchern belästigen Nichtraucher niemanden mit Zigarettenrauch. Nicht die Nichtraucher müssen sich rechtfertigen oder fragen, ob sie hier „nichtrauchen“ dürfen, sondern andersrum. Nichtrauchen ist der Normalzustand, Rauchen ist ein Extra, um dessen Erlaubnis bei umstehenden Personen gebeten werden muss, wenn man ein kleines bisschen rücksichtsvoll ist.

          Genauso ist der Nicht-Autobesitz der Normalzustand eines Menschen und das Betreiben oder Abstellen eines KFZ im öffentlichen Raum ist kein naturgegebenes Menschenrecht, sondern ein Privileg, das den Autobesitzern allgemein zugebilligt wird. An „meinem Lebensmodell“ gibt es nichts zu „tolerieren“, weil ich grundsätzlich niemanden in seiner Freiheit einschränke; mein Nicht-Autobesitz stört niemanden, behindert niemanden, gefährdet niemanden. Im Moment beschränken nur die Autobesitzer sich gegenseitig in ihrer Freiheit – und eben die unbeteiligten, die gar nichts dafür können. Warum sollte es also der Normalzustand sein, dass alle das Lebensmodell der Autobesitzer tolerieren müssen?

          Und wenn der Fortschritt darin liegt, dass wir uns alle gegenseitig im Verkehr behindern und jeder nur an sich denkt, dann bin ich lieber „rückschrittlich“. Aber irgendwie scheint es mir, als wären die, die immer von der „Moderne“ und vom „Fortschritt“ fabulieren, in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts hängengeblieben.

        • HalleVerkehrt sagt:

          So lange die Privat-PKW ihre Kosten selbst zahlen und nicht dauernd nach der Allgemeinheit rufen („Parknot!“ „Stau!“) , können die so viel Autos kaufen wie sie wollen. Hier gings um eine Brücke für den Verkehr (Straßenbahn, Fußgänger, Radfahrer).

  4. farbspektrum sagt:

    Ich würde ja Hiddensee empfehlen. Aber selbst auf Hiddensee gibt es Kraftfahrzeuge. Warum wohl?

  5. HalleVerkehrt sagt:

    Man sieht wieder gut, in welcher Zeit die Autofans steckengeblieben sind. Klar war es gegen Pferdekutschen ein Fortschritt, aber seit 1910 hat sich einiges auf der Welt weitergedreht.

    Auf
    https://www.theguardian.com/cities/2018/sep/18/paradise-life-spanish-city-banned-cars-pontevedra?CMP=share_btn_tw sehe ich keine Pferde. Bei den demnächst monatlichen autofreien Sonntagen in Paris („nur“ 1.-4. Arrondissement) vermute ich auch wenig Pferde.

    Könnt ihr also vielleicht wenigstens bis 1960 vorspulen mit euren Argumenten?

  6. Stadtplaner sagt:

    Nur weil eine kleine indoktrinierte Minderheit in einigen Städten ihte Dummheit mit purer Lautstärke durchsetzt, ist es doch keine Normalität. Wenn man wie hier MIV von Beginn an einplant ist es auch kein Problem. Problematisch sind Lobbyisten die Infrastruktur zurückbauen wollen und dann behaupten die Infrastruktur reicht nicht für MIV. Zum Glück ist diese Vorgehensweise sehr durchschaubar.

    • HalleVerkehrt sagt:

      Ach ja, wieder mal die allgemeine Märchenstunde.

      Nimm die vorhandenen Häuser und Bäume im Paulusviertel, oder Mühlwegviertel, oder einem der anderen begehrten Viertel und zeig mir einfach mal, wie du dort einen hohen Motorisierungsgrad hinbekommen willst. Der ist nämlich die logische Folge von schlechtem Radverkehr.

      Die Viertel, die von Anfang an auf genug Platz optimiert sind, wie Halle-Neustadt und Silberhöhe, ziehen trotz sanierter Blocks wenig Mieter an.

      Wenn man auf einer bestimmten Straßenbreite ein bestimmtes Maß an Mobilität unterbringen muss, kann man sich nicht nach deiner persönlichen Vorliebe richten. Dann muss man nach dem Platzbedarf gehen, und der ist beim Auto mit großem Abstand am höchsten.

      Wenn aber nur 4500 parkende Autos in so ein Viertel reinpassen, kannst du entweder versuchen, nur 2250 Familien mit je zwei Autos dort wohnen zu lassen oder du musst dafür sorgen, dass die Bewohner dort auch ohne Auto mobil sind.

      Radwege sind vor allem eine Methode, mit verdammt wenig Platz und verdammt wenig Geld sehr viel Mobilität anzubieten. Allerdings muss man diesen Platz eben auch zur Verfügung stellen und dem Autoverkehr dafür auch ein bisschen Platz wegnehmen.

      Die Umwandlung einer Fahrbahn für Autos in einen Radstreifen erhöht die Kapazität einer Straße erheblich, zumindest wenn ein verbundenes Netz vorhanden ist.

      Im Gegensatz zu deiner hypothetischen Autostadt (andernfalls nenne bitte Beispiele) kann man das ganz real in vielen verschiedenen Städten beobachten.

      • HalleVerquer sagt:

        Wenn ich billige Plattitüden haben will, höre ich der Weidel zu, die ist wenigstens ansehnlich.

        • HalleVerkehrt sagt:

          Das ist auch eine Art zu sagen, dass du weder Ahnung noch Lösungsvorschläge hast.

          Immerhin konsistent. Keiner der Autobefürworter kann irgendwas konkretes anbieten, außer „müsste die Stadt bla blub“.

          Aber warum sollte sich auch im dubisthalle-Forum etwas lösen lassen, was weltweit noch keiner gelöst hat: Urbanes Leben in kompakten Siedlungsstrukturen mit hohem Anteil des MIV.

    • 10010110 sagt:

      „Zum Glück ist diese Vorgehensweise sehr durchschaubar.“

      Ist ja schön, dass du so ein Durchblicker bist, aber du wirst den Fortschritt dennoch nicht aufhalten können.

  7. Tibor sagt:

    Welchen Sinn sollte denn ein zusätzlicher Saaleübergang direkt neben einem 6-spurigen Saaleübergang haben? Zurückgebaut wird auch nichts, im Gegenteil, es ist ein Neubau mit Erweiterung im Gespräch.

    Da fragt man sich, wo der „Stadtplaner“ Städte plant. In Halle jedenfalls nicht.

  8. FB sagt:

    Ich sehe auch keinen Grund, die Straße wieder für Autos zu öffnen. Die jetzigen Möglichkeiten reichen hier völlig aus.
    Die Brücke sollte aber schon so dimensioniert werden, dass man sie notfalls als Umleitungsstrecke nutzen kann (wie es ja auch jetzt schon gemacht wird).

  9. farbspektrum sagt:

    Ich empfehle doch sehr , Paris einmal zu besuchen. Anschließend werden die Verbohrten vom Radler-Paradies Halle schwärmen.

  10. HalleVerkehrt sagt:

    An die Autofreaks: Wie hoch schätzt ihr denn die Kapazität der Mansfelder Straße, wenn man wirklich eine Autobrücke dorthinbauen wollen würde? Oder des schmalen Streifens dahinter? 10% der Hochstraße? Das würde sicher *DIE* Top-Entlastung bringen, abgesehen vom Stau der Straßenbahn.

    • Stadtplaner sagt:

      Hattest du nicht gesagt, eine einspurige Verkehrsführung hätte im Grunde die gleiche Kapazität wie eine zweispurige? Du musst mal bei einem Märchen bleiben. Es wäre definitiv besser als ohne weiteren Übergang.

      • Tibor sagt:

        Hundert Meter daneben ist eine sechsspurige.

      • HalleVerkehrt sagt:

        Ich bin in der Lage, verschiedene Stellen mitsamt ihrem Umfeld zu betrachten, statt einer einheitlichen Lösung für alle Stellen zu proklamieren.

        In der Mansfelder hast du keine durchgehende Spur, sondern wenn man dort Autoverkehr erlaubt, hat man eine Situation wie im Steinweg (grade mit der Straßenbahn). Eine absolut vernachlässigbare Leistungsfähigkeit für den MIV behindert den gesamten Verkehr (Straßenbahn, Radfahrer) erheblich. Außerdem gibt es dort nicht zuwenig Brücke (daneben ist die Hochstraße), sondern zu viel Autoverkehr.

        Die Trothaer stadteinwärts (falls du auf die anspielst) ist einspurig bis kurz vor der Haltestelle Pfarrstraße. Eine Verlängerung der Einspurigkeit bringt kaum Nachteile, ermöglicht aber gesetzeskonforme Mindestbreiten.

        Wenn man sich mal früh dorthinstellt, kann man sogar deutlich erkennen, dass aktuell die Kreuzung mit der Seebener Straße das Nadelöhr ist.

        Die Stadtverwaltung packt also zwanghaft die Trothaer Straße in einen Stau (inklusive Gleisbett!), statt an der Kreuzung zwischen Trothaer und Köthener den Hahn nur so weit zu öffnen, dass das Zufluss und Abluss zusammenpassen. Nebenbei kracht es auch immer wieder an der Haltestelle, weil schon kurz nach dem Aufspalten in zwei Spuren der Platz nicht ausreicht.
        Ich geh mal davon aus, dass die entsprechenden Grundlagen eher so Bachelor-Niveau der Verkehrsplanung sind – ab der Kreuzung „An der Saalebahn“ bis zur Seebener passiert nichts spannendes.

        Ich gehe auch davon aus, dass die Verkehrsplaner in Halle das aus dem Handgelenk gut beherrschen, nur dass das nicht falsch rüberkommt.

        Die aktuelle Lösung der Trothaer stadteinwärts ist an so vielen Stellen so schlecht, dass es wirklich erstaunlich ist, was für einen großen Aufwand die Verwaltung investiert, um bloß keinesfalls irgendwas besser zu machen – dabei würden von einer Drosselung in Höhe der Oppiner Straße alle profitieren.

        Für die Lösung der Unterschreitung der vorgeschriebenen Sicherheitsabstände stadtauswärts braucht man schon etwas mehr Hirnschmalz. Das wird dann wirklich eine spannende und herausfordernde Aufgabe für Verkehrsplaner. Da habe ich auch Zweifel, ob die aktuell dafür zuständigen Fachkräfte das stemmen können.

  11. Wilfried sagt:

    Statistiker der Soziologie sagen, daßm das durchschnittliche lebensalter steigen wird. Damit wird auch der Anteil älterer Menschen abnehmen, die noch Radfahren können bzw. könnten.
    Und ja, in manchen oder auch viele familien hält man zwei Autos nicht aus dudeldei, sondern damit die Eltern einer erwerbstätigen Arbeit nachgehen können, die in den meisten Fällen wohl außerhalb der Stadtgrenzen im verkehrsmäßig relativ unerschlossenen Saalekreis erfolgt.
    Das geht schon los, wenn sich der Arbeitsplatz nur mal einige hundert Meter hinter der Straße An der Saalebahn befindet und setzt sich Richtung Grube und Morl weiter fort…

  12. farbspektrum sagt:

    „Die Viertel, die von Anfang an auf genug Platz optimiert sind, wie Halle-Neustadt und Silberhöhe, ziehen trotz sanierter Blocks wenig Mieter an.“
    Vielleicht liegt es an der Umgestaltung der „Platte“?
    https://tinyurl.com/yb2wbeod
    Ich habe schon immer gegrübelt, warum Bauhaus so angenehm wirkt. Jetzt habe ich eine Meinung gehört, die für mich eine Erklärung ist: Die Häuser sind nicht höher als Bäume.
    Klar ist natürlich, dass bei Verringerung der Geschosse, die Mieten höher sind.

  13. Willi-wills-wissen sagt:

    In Neustadt sind viele Parkplätze frei.
    Vielleicht ist die Lösung, mehr Autofahrer nach Neustadt umzusiedeln:
    Neben viel Abstellfläche kommt so mehr arbeitende Bevölkerung in diese Viertel und kann diese ökonomisch und sozial aufwerten?

    Klasse Idee finde ich.

  14. mirror sagt:

    In Neustadt können die Wohnstrassen durch Radler genutzt werden, da sehr wenig Verkehr. Die Hauptachsen sind mit gut ausgebauten Radwegen ausgestattet. Auf gehts liebe Radler, nicht länger über beengte Verhältnisse im Paulusviertel klagen, sondern Umzug ins Radlerparadies Neustadt.

    Nebenbei können die grünen Willkommenskrieger sich aktiv in die Integration der Migranten einbringen. Zeit zum Reden mit den Problemgruppen haben sie ja.

  15. MirIstRedenRechtOhneRechtzuhaben sagt:

    Cool. Ideenklau und selbst daran glauben, eigene kreative Antworten verfasst zu haben.
    Hast du viel Nerven gelassen bei der täglichen Parkplatzsuche liebes Spiegelchen?

  16. farbspektrum sagt:

    Kann man mit dem Brückennaubau nicht eine neue Trasse für Kampfradler schaffen?
    Ich war neulich am Sonntagnachmittag fassunglos wie die Kampfradler Slalomfahren zwischen den vielen Spaziergängern auf der Peissnitz übten. Die Schranken der Parkeisenbahn waren schon im 45°- Winkel, da rief einer seiner Begleiterin zu : „Schnell noch durch.“
    Die Peißnitz muss fahrzeugfrei bleiben.

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