Linke-Parteitag streicht Forderung nach „autofreier Innenstadt“

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56 Antworten

  1. g sagt:

    Da hat unser oberradler ja seine politische Heimat gefunden ….bei den verschrobenen verkehrspolitischen Forderungen.

  2. farbspektrum sagt:

    „Zudem sollte man diese Forderung nicht für die gesamte Innenstadt, sondern maximal für die Altstadt festmachen.“
    So richtig scheinen sich die politisch Aktiven immer noch nicht mit den halleschen Stadtteilen auszukennen. Die Altstadt ist keineswegs ein Teil der Innenstadt. Sie wird von der nördlich und südlichen Innenstadt umschlossen.
    So lautet die offizielle Bezeichnung:
    Stadtbezirk Mitte mit:
    Stadtviertel Altstadt .
    Stadtviertel Südliche Innenstadt
    Stadtviertel Nördliche Innenstadt

  3. links Wähler sagt:

    „Im Wahlprogramm bleibt allerdings enthalten, die Zahl kostenloser Parkplätze zu reduzieren.“
    Aha.
    Bei den Parkplatzpreisen in Halle heißt das,
    Auto fahren nur noch für Reiche.
    Sehr gut Linkspartei! Da bleibt das ärmliche Kroppzeug draußen.

    • farbspektrum sagt:

      Ich finde es gut, wenn linke Kräfte sich wieder mehr um die Bedürfnisse der Leistungsträger in der Gesellschaft kümmern. Ich halte es für einen Fehler, den Grünen Stimmen abjagen zu wollen. Nicht von ungefähr kommt die Stimmung in der Mitte: “ Und wer kümmert sich um uns?“
      „ihre Entscheidung für private KFZ in der Innenstadt ist eine aktive Entscheidung gegen besseren OPNV und herausragende Fahrrad- und Fussinfrastruktur im selben Bereich. “
      Nicht alle arbeiten in steuerfinanzierten Verwaltungen in der Stadt.
      .

    • Radnwähler haben nichts verstanden sagt:

      Links ist nicht für die kleinen Leute. Das ist und bleibt das übliche Oppositionsgelaber. Da es jetzt aber eine Alternative für Protestwähler gibt, kann man sich rein auf seine Klientelpolitik konzentrieren.

    • Die meisten nicht kostenlosen Parkplätze „kosten“ als Anwohnerparkplatz 30 Euro im Jahr. Die realen Autokosten sind ca. 250 € pro Monat. Jetzt erzähl hier nichts von Armut – die Armen haben kein Auto.

      • freie Fahrt sagt:

        Die „realen Kosten“ also? Dann gibt es ja sicher reale Zahlen der Stadt? Bitte von den „realen Kosten“ bitte die gesamte Wirtschaftskraft der Automobilindustrie und Automobildienstleistungen abziehen. Übrigens müsstest du dann als Radler deine Radwege selbst finanzieren und zusammen mit dem Rest sämtliche Infrastruktur. Denn deinen Supermarkt willst du ja beliefert haben, dein Müll soll entsorgt werden und der Rettungsdienst soll ja kommen, wenn die Radfahrer sich wieder mal selbst verletzen.

        • 250/Monat sind die Durchschnittskosten für den Autohalter, nicht für die Stadt. Für die Stadt gehe ich beim Parkplaz von 30€-50€/Monat aus, die sie den meisten Autofahrerinnen spendiert.

          • freie Fahrt sagt:

            Ach so die Durchschnittskosten, also vom Sport SUV Besitzer in München und armen Pendler im Osten. Wohin fließen eigentlich die durchschnittlich 250€ im Monat? Doch nicht etwa auch an die Stadt die davon eine Handvoll Parkplätze kostenlos bereit stellt und für viele sehr viel Geld kassiert?

  4. 10010110 sagt:

    „‚Eine autofreie Stadt finde ich nicht in Ordnung‘, sagte eine andere Frau. Damit schließe man gerade größere Familien aus den Randgebieten aus, Events in der Innenstadt zu besuchen, weil diese sich die Kosten für den Nahverkehr nicht leisten können.“

    Diese „größeren Familien“ können sich also ein Auto inklusive Sprit-, Wartungskosten und Parkgebühren in der Innenstadt leisten, aber einmal im Halbjahr mit der Straßenbahn zu einem „Event“ in der Innenstadt zu fahren, ist nicht mehr drin? Dann liegen entweder die Prioritäten falsch oder das ist ein heuchlerisches Scheinargument (zumal der ÖPNV für Kinder bis zur Einschulung kostenlos ist).

    „Abgelehnt wurde vom Parteitag zudem ein Antrag, das Falschparken in Halle durch verstärkte Kontrollen einzudämmen. ‚Wir sind nicht die Law-and-Order-Partei‘, sagte Katja Müller.“

    Was soll diese dämliche Begründung?
    1. Sind Recht und Ordnung etwa etwas schlechtes? Sollen eher Chaos und Unordnung herrschen?
    2. Für wen ist Katja Müller (in Vertretung der Linkspartei) eigentlich? Anscheinend sind denen Fußgänger und Radfahrer – darunter Kinder, Alte, Behinderte – weniger wichtig als ein paar Egoisten, die ihren Mitmenschen aus purer Bequemlichkeit Platz in der Stadt wegnehmen. Die „Falschparker-Abzocke“ ist doch kein Selbstzweck, sondern soll eben genau den schwächsten Verkehrsteilnehmern dienen, indem das Parken auf Geh- und Radwegen unterbunden wird. Dazu gehört aber auch, dass man Unsitten gar nicht erst einreißen lässt, denn diese breiten sich dann auf weitere Lebensbereiche aus (erst ist es nur der halbe Gehweg, dann ist es irgendwann der ganze, und dann werden Ampeln zugeparkt etc.).

    Das hat gar nicht mal unbedingt etwas mit „Law and Order“ zu tun, sondern einfach mit gegenseitiger Rücksicht und Gleichberechtigung.
    So viel Heuchelei ist wirklich zum Kotzen! Unwählbar, sowas.

    • Bodos WebWotsch sagt:

      So wie Du in der Polizeimeldung zur Südstadttanke kommentiert hast („10010110 2. Februar 2019 um 22:51 Uhr: Ab ins Arbeitslager, das Pack!“) solltest Du einfach die F… inger still halten. Geh arbeiten und erzeuge Mehrwertsteuer. Und wenn Du dann noch Frust hast, trinke zwei Bier mehr. Aber halt einfach den Sabbel!

    • Katja Müller sagt:

      Hallo, ich versuche mal zu erhellen, was diese „dämliche Begründung“ soll. Zunächst vorneweg: Es ging an dieser Stelle nicht um notorisch rücksichtslose Autofahrer, die Feuerwehreinfahrten, Behindertenparkplätze und Radwege zuparken. Mir ging es um massive Parkraumnot in Wohnvierteln, die wir erstmal als gegeben hinnehmen müssen. An dieser Stelle sind verstärkte Kontrollen und Knöllchen auf Dauer nicht die Lösung des Problems sondern lediglich eine Symptombekämpfung, die nichts bringt außer Geld in der Stadtkasse und verärgerte Anwohner. Es ist aus eigener Erfahrung leider so, dass man sich auf verzweifelter Parkplatzsuche, z.B. im Paulusviertel, von einem Ticket kaum noch abschrecken lässt, sondern es manchmal sogar einkalkuliert, weil es nicht mehr anders geht. Wo soll das denn auf Dauer zu einer Lösung des eigentlichen Problems führen? Natürlich muss es Ziel sein, den ÖPNV zu stärken und so attraktiv zu machen, dass Autobesitzer umsteigen, die Zahl der PKW reduziert wird und das Parkproblem entschärft wird. Natürlich ist es falsch, dass Gehwege zugeparkt werden. Solange aber keine gut ausgebaute alternative und attraktive Mobilität gegeben ist (auch über Halle hinaus), muss man aber auch zur Kenntnis nehmen, dass in einem Pendler- und Flächenland wie Sachsen-Anhalt ein Haufen PKW angeschafft werden. Es arbeitet auch nicht jeder Hallenser in Halle. Das ist doch die Ursache, die angegangen werden muss. Ich glaube, unsere Zielrichtung ist dieselbe, ich zweifle nur auf Dauer am Mittel der Repression als einzigen Lösungsansatz. Das war mein Punkt. Vielleicht lässt sich das auch ein Stück weit mit Überwachungskameras gegen Kriminalität vergleichen. Die sorgen doch auch nicht für die Verhinderung von Kriminalität, lediglich für eine Verlagerung aus dem Blickwinkel der Kamera hinaus.

      • farbspektrum sagt:

        Das Statement gefällt mir. Manchmal hatte ich schon die Hoffnung aufgegeben, dass es noch jemanden gibt, der sich um die Bedürfnisse der Normalbürger kümmert.Es ist schick geworden, nur die Alternativen in den Fokus zu rücken.

      • 10010110 sagt:

        „Natürlich muss es Ziel sein, den ÖPNV zu stärken und so attraktiv zu machen, dass Autobesitzer umsteigen, die Zahl der PKW reduziert wird und das Parkproblem entschärft wird.“

        Der ÖPNV in Halle ist bereits recht attraktiv, selbst wenn die Busse und Bahnen alle 5 Minuten fahren würden, würden die jetzigen Autobesitzer ihren Besitz nicht aufgeben. Selbst wenn sie weniger Auto fahren würden, würden die KFZ immernoch sinnlos rumstehen und anderen Menschen den Platz wegnehmen. Das mit der Attraktivität des ÖPNV ist daher ein reiner Trugschluss.

        Ich würde gerne mal konkrete Vorschläge der von „massiver Parkraumnot“ betroffenen „bekennenden Falschparker“ hören, welche Lösungen sie dazu erwägen würde, ihr Auto abzuschaffen (nein, nicht einfach stehenzulassen, sondern abzuschaffen). Was genau müsste denn passieren? Allgemeinphrasen von „attraktiverer ÖPNV“ sind mir zu unkonkret, wenn es unrealistisch ist, jedem seine eigene Buslinie zu schaffen.

        „Solange aber keine gut ausgebaute alternative und attraktive Mobilität gegeben ist (auch über Halle hinaus), muss man aber auch zur Kenntnis nehmen, dass in einem Pendler- und Flächenland wie Sachsen-Anhalt ein Haufen PKW angeschafft werden. Es arbeitet auch nicht jeder Hallenser in Halle. Das ist doch die Ursache, die angegangen werden muss.“

        Da wird mal wieder nur oberflächlich Symptombehandlung betrieben und kaum über den eigenen Horizont hinausgeschaut. Wenn man weiß, dass man täglich hunderte Kilometer pendeln muss und das ohne Auto nicht geht, dann sollte man seine Wohnortwahl überdenken und nicht in eng bebauten Stadtvierteln wohnen, wo man auch weiß, dass kein Platz fürs Auto ist. Es kann doch nicht sein, dass die Probleme einer Minderheit zu den Problemen der Allgemeinheit gemacht werden?

        Es ist mir klar, dass Knöllchen keine dauerhafte Lösung sind, aber solange Autobesitzer sich von Knöllchen „kaum noch abschrecken“ lassen und sie sogar noch einkalkulieren, „weil es nicht mehr anders geht“, dann sind erstens die Bußgelder viel zu niedrig und zweitens, der Wille, an diesem Zustand etwas zu ändern nicht vorhanden. Wären die Bußgelder nämlich so hoch, dass sich Autofahrer wirklich davon abschrecken ließen, dann wäre vielleicht auch die Motivation von Privatinvestoren (z. B. Mietergemeinschaften/-genossenschaften) größer, in Parkhäuser zu investieren, statt darauf zu spekulieren, dass man ja nicht erwischt wird, wenn man illegal auf dem Gehweg parkt.

        Die Stadt hat es in der Hand, das Parkproblem ein für allemal zu lösen, nämlich, indem sie das Parken am Straßenrand grundsätzlich verbietet und die Einhaltung dessen auch konsequent kontrolliert und Verstöße ahndet. Geparkt werden könnte dann in zentralen Parkhäusern, deren Betrieb sich dann auch lohnen würde. Und wenn man gezwungen ist, mal fünf Minuten zum Parkhaus zu laufen, dann würden es sich manche vielleicht sogar überlegen, ob sich der Aufwand lohnt, um mal eben schnell noch beim Bäcker vorbeizufahren oder ob man das lieber gleich zu Fuß oder per Fahrrad macht.

        Klar würde das manchen Leuten eine Änderung ihres Mobilitätsverhaltens abfordern und sich unbequem anfühlen, aber man lockt veränderungsresistente Leute nicht mit „attraktiverem ÖPNV“ aus den Löchern. Das oberste Ziel muss sein, Autos von der Straße wegzukriegen, und das geht nicht allein mit „Angeboten“, sondern muss auch mit (wirksam kontrollierten) Verboten einhergehen.

        • mirror sagt:

          Alle Radler auf den ÖPNV umsteigen, dann stören die Falschparker nicht mehr.

          • Achso sagt:

            Seit wann stören Gehwegparker Radler? Du scheinst auch ein Problem mit Fußgängern zu haben, mit Rollstuhlfahrern und mit Eltern mit Kinderwagen.
            Vorschlag zur Güte: Zieh einfach direkt in ein Parkhaus um, da bist du unter Gleichgesinnten und dort stören auch die ganzen Nicht-Autofahrer nicht deine Idylle.

        • Zukunft der Demokratie sagt:

          @10010110

          ,,Allgemeinphrasen von „attraktiverer ÖPNV“ sind mir zu unkonkret, wenn es unrealistisch ist, jedem seine eigene Buslinie zu schaffen.“

          Grundsätzlich als ,,unrealistisch“ könnte man mit diesem frisch gestarteten Projekt-Beispiel für eine ,,eigene“ zumindest per App abzurufende Buslinie aus Hamburg widersprechen, ungeachtet der sich noch zu entwickelnden Akzeptanz der Nutzer!

          https://www.abendblatt.de/hamburg/article214875323/Pilotprojekt-Elektro-Shuttles-im-Nahverkehr-gestartet.html

          Angesichts der Haushaltslage in unserer Stadt, werden Sie aber vermutlich noch lange Recht behalten!

          Ihrer Argumentation entnehmend , Sie besitzen vermutlich kein Auto (mehr)?

          • 10010110 sagt:

            „Ihrer Argumentation entnehmend , Sie besitzen vermutlich kein Auto (mehr)?“

            Richtig. Und ich habe einen Nachbarn, der sich vor einer Weile einen ca. 20 Jahre alten Audi A4 gekauft hat und diesen hauptsächlich in der Straße hin und her parkt, damit er nicht zu lange an der selben Stelle im Parkverbot steht. Und ab und zu scheint er auch mal einen Wochenendausflug zu machen.

            Ich weiß nicht, wo ich’s gelesen habe, aber irgendwo wurde mal festgestellt, dass ein Auto durchschnittlich 23 Stunden am Tag nur rumsteht und Platz wegnimmt. Und man kann auch im Winter, bei vereisten und verschneiten Fahrzeugen sehr gut erkennen, welche häufig benutzt werden und welche nicht. Am schlechten ÖPNV kann’s also kaum liegen, dass es zu viele Autos in der Stadt gibt. Und für Gelegenheitsfahrten gibt es Car Sharing.

      • Lösungen *nur* auf Strafzettel/Abschleppen aufzusetzen, halte ich auch für schlecht. Aber wo zu viele Autos sich um zu wenig Platz streiten, wäre der erste Ansatz, diesen knappen Platz nicht mehr kostenlos anzubieten. Es gibt viele Zweitwagen im Viertel, die selten benutzt werden. Parkhäuser in der Umgebung können sich nicht durchsetzen, so lange im Viertel kostenlos geparkt werden kann.
        Ich gebe zu, dass ich verpennt habe, rechtzeitig die vorhandenen Ideen zum Konzept zusammenzufassen. Meine Schuld.

        Ein Teil sind Parkplätze dort wo Platz ist, kombiniert mit ordentlichen Fahrradboxen/Fahrradparkhaus. Mindestens die Hälfte der „Paulaner“ sind ohnehin gut radmobil. Plus zusätzliche Carsharing-Stellplätze im Viertel verteilt. Statt 20 Minuten Parkplatzsuche kann man auch 10 Minuten die letzten Meter mit dem Rad fahren, vorausgesetzt, das Rad ist dort wirklich sicher abstellbar.

        • freie Fahrt sagt:

          Warum sollten Radplätze kostenlos sein? Man könnte hier einfach Konsequent öffentliche Radplätze abschaffen und mit dem Geld die verpasste Autoinfrastruktur nachbessern. Für die paar Millionen Euro Parkplatzablösen hätte man eine Menge Parkhäuser bauen können.

        • Zukunft der Demokratie sagt:

          @Halleverkehrt
          ,,Aber wo zu viele Autos sich um zu wenig Platz streiten, wäre der erste Ansatz, diesen knappen Platz nicht mehr kostenlos anzubieten.“

          Diesen ,,ersten“ Ansatz gab es schon 2017 !
          https://dubisthalle.de/parken-gesamte-altstadt-ab-maerz-gebuehrenpflichtig

          • Anwohnerparken geht im Paulusviertel aus rechtlichen Gründen nicht. Aber ich hab noch keinen Grund gehört, dass normale Parkgebühren nicht gehen und dass man auch Monats- oder Jahrestickets an Anwohner verkaufen kann. In der Altstadt erlebe ich weniger Falschparker als im Paulusviertel.

    • Vernunft sagt:

      Stimmt Recht und Ordnung sind was feines. Die mit Abstand größte Gefahr dafür sind aber die Radler die in keinster Weise kontrolliert werden. Man regt sich hier über lächerliche Ordnungswidrigkeiten auf während Radler sogar offen Ampeln in Frage stellen. Wenn Radler es mal mehrheitlich schaffen, sich um elementare Grundregeln zu kümmern, dann können wir uns um Lappalien wie Ordnungswidrigkeiten kümmern. Immerhin zeigt die Linke, man bleibt der Feind der einfachen Leute.

  5. Rubert sagt:

    Es ist traurig, dass es offenbar keine Zukunftsvision für einen konsequenten und fundierten ökologischen und sozialen Stadtumbau in Bezug auf Verkehr bei den Linken gibt.

    Den hier zitierten Damen und Herren fällt noch nicht mal auf, dass sie selbst ihre eigenen Blechkarren anderen Menschen aktiv in den Weg stellen, weil einfach kein Platz mehr da ist. „Bekennender Falschparker“ soll jetzt als Verteidigung wofür genau dienen? …Es ist kein Platz mehr da. Alle. Ende. Aus.
    Also stelle ich die Kiste irgendwo hin oder was?
    Diese am eigenen Privateigentum orientierte Einstellung zugunsten der persönlichen Verkehrsmittelwahl gegen Schwächere im öffentlichen Raum hätte ich bei den Liberalen erwartet. Nicht links.

    Gleichzeitig werden Ordnungsbemühungen zugunsten schwächerer VerkehrsteilnehmerInnen als „Law and Order“ diffamiert. Was soll das? Falschparker als Behinderung anderer Menschen werden im Regelfall abgeschleppt. Passiert in Halle aber fast nie. Hier besteht dringend Handlungsbedarf.

    Und bezahlbarer ÖPNV wird dann auch noch als nicht realistisch aufgerufen: Liebe Damen und Herren der Linken, ihre Entscheidung für private KFZ in der Innenstadt ist eine aktive Entscheidung gegen besseren OPNV und herausragende Fahrrad- und Fussinfrastruktur im selben Bereich. Das private Auto steht nicht zuletzt durch immense externalisierte Kosten dem immer schon entgegen.
    Die beparkbare Innenstadt ist ein Anreiz für vermeidbaren KFZ-Pendlerverkehr. Sagen Sie ja im Familienbeispiel selbst, und verkehren damit das eigentliche Problem zur vermeintlichen Lösung.

    Glücklicherweise gehen einige größere Städte mit kompetenteren EntscheidungsträgerInnen jetzt voran und gestalten Innenstädte weitgehend autofrei um. Es wird Zeit.

  6. mirror sagt:

    „Das private Auto steht nicht zuletzt durch immense externalisierte Kosten dem immer schon entgegen.“

    Das einige immer noch kritiklos das Gequatsche der Öko-Populisten nachpappern.

    Alle Einrichtungen mit Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Tätigkeit raus aus der Stadt. Die paar verbliebenen Hartzer bekommen wir mit FAG-Mitteln auch noch durchgefüttert.

    • HansimGlueck sagt:

      „„Das private Auto steht nicht zuletzt durch immense externalisierte Kosten dem immer schon entgegen.“

      Das einige immer noch kritiklos das Gequatsche der Öko-Populisten nachpappern.“

      Erhelle uns doch mal, was daran falsch ist, als nur den Auto-Populisten nachzupappern.

  7. Hans Dietrich G sagt:

    Der Kampf gegen Freiheit und persönliche Mobilität zieht sich offenbar durch alle Fraktionen.
    Außer vielleicht bei AfD und FDP.

    • AfD und FDP sind doch in vielen Städten die allergrößten Gegner von freier, persönlicher Mobilität. Das sind meist die Parteien für Stau und Parkplatzmangel, fehlende Geh- und Radwege, schlechten ÖPNV.

      Auch bundesweit tritt die FDP massiv gegen Mobilität und Freiheit ein, rein auf ein einziges Verkehrsmittel fixiert.

      • freie Fahrt sagt:

        Weil die FDP also gegen willkürliche Fahrverbote ist, ist sie der Feind von freier persönlicher Mobilität? Die Einzigen, die in faschistoider Weise versuchen eine Gruppe, aktuell noch mit Worten, zu bekämpfen sind doch Lobbyisten und Randparteien wie die Linke. Mit stumpfen Populismus und Lügen die Massen versammeln, kennen wir doch.

        • 10010110 sagt:

          Nein, weil die FDP unterschwellig – eben durch Nichtbeachtung – gegen die Implementierung von Infrastruktur ist, die den Menschen die freie Wahl der Transportmodi lässt, ist sie der Freind von freier, persönlicher Mobilität. „Freie, persönliche Mobilität“ ist in den Augen der FDP nur der motorisierte Individualverkehr, der einseitig gefördert wird und womit andere Formen der Mobilität vernachlässigt, behindert, eingeschränkt und zurückgedrängt werden.

          Ich darf nochmal daran erinnern, dass die FDP im Stadtrat einst einen Antrag zum Parken auf Gehwegen eingebacht hat:

          https://hallespektrum.de/nachrichten/umwelt-verkehr/bald-parken-auf-breiten-buergersteigen-in-halle/30714/

          https://hallespektrum.de/nachrichten/umwelt-verkehr/parken-auf-fusswegen-fdp-antrag-unzulaessig/34017/

          Die FDP geriert sich immer als wirtschaftsliberale Partei, die den freien Markt als das Nonplusultra ansieht. Und hier wird die einseitige Subvention des Autoverkehrs durch die öffentliche Hand (den Staat) gefordert. Wenn das nicht gegen die eigenen Prinzipien verstößt, was dann? Wenn die FDP „freie, persönliche Mobilität“ (für Autofahrer) will, dann soll sie damit anfangen, den Platzverbrauch für Autos zu marktgerechten Preisen anzubieten. Dann werden sich aber einige umgucken, wie teuer das auf einmal ist, sein Auto am Straßenrand zu parken.

      • g sagt:

        @oberradler

        zu ihrer „freien und persönlichen Mobilität“ gehört offensichtlich auch das benutzen von Fußwegen und das ignorieren von irgendwelchen bunten lichtern am Straßenrand.

        ich musste mich heute morgen bei zwei ihrer Spießgesellen entschuldigen das ich den von mir irrtümlich als Fußweg identifizierten „Radweg“ nutzte.
        (ja heute musste ich mal laufen)

        kehren Sie erst mal vor der eigenen Tür … und tun sie nicht immer so als wenn wenn alle Autos weg wären sich ein einziger Radler anders= besser verhalten würde.

    • geraldo sagt:

      „Bekennende Falschparker“ sind keine Kämpfer für Freiheit und persönliche Mobilität. Nein, es sind einfach nur rücksichtslose Menschen, denen die Freiheit und persönliche Mobilität anderer Menschen gleichgültig ist. Diese Egoisten interessiert es einen Scheißdreck, dass sie Fußgänger behindern und gefährden, dass sie Rettungsdienste und Müllabfuhr blockieren – bis die eigene Hütte brennt oder der eigene Müll nicht abgeholt wird oder ein anderer „Freiheitskämpfer“ gegenüber ihrer Ausfahrt parkt…

      • freie Fahrt sagt:

        Und wie oft wurden Rettungswege in den letzten 10 Jahren mal ernsthaft blockiert? Da fallen mir mal eine Handvoll Idioten im Rekordsommer ein. Radrambos sind eine tägliche Gefahr für die Menschen. Hier müsste erst mal etwas getan werden. Das Auto zu benutzen ist hier purer Selbstschutz, da die Radrambos hier höchstens der Haftpflicht schaden können.

        • geraldo sagt:

          Ich sehe nahezu jede Woche die Müllabfuhr rückwärts rangieren, weil sie an zugeparkten Kreuzungen nicht um die Ecke kommt.
          Selbiges würde der Feuerwehr passieren wenn es brennt. Das ist eine latente Dauergefährdung und passiert in Halle praktisch ständig.

        • geraldo sagt:

          „Und wie oft wurden Rettungswege in den letzten 10 Jahren mal ernsthaft blockiert? “

          Das ist ein typischer Fall von gefühlter Sicherheit/Unsicherheit. Während man bspw. das Fehlverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer im fließenden Verkehr nahezu täglich beobachten kann, manifestiert sich die tatsächlich alltägliche Bedrohung durch Falschparker immer nur dann, wenn es drauf ankommt. Und selbst dann ist es fraglich, ob und wie lebens- und wertebedrohende Verzögerungen bei der Rettung überhaupt massenmedientauglich kommuniziert werden.

          • Angst sagt:

            Du hast deinen Fehler immerhin schon benannt. Gefühlte Unsicherheit multipliziert mit deinem Hass auf die Autofahrer. Und schon haben wir angeblich ein Problem. Ich gehe fest davon aus, wir würden erfahren, wenn es in Halle mal ein Opfer gegeben hätte. Bleibt also kein Opfer gegen eine dämliche Kampagne der besorgten Hetzer.

  8. farbspektrum sagt:

    Oh Gott, das ist ja ein Hassauflauf, wenn eine Partei zurück zur Bodenständigkeit findet. Würde mich interessieren, wo die Autohasser arbeiten, wenn sie überhaupt arbeiten.

    • 10010110 sagt:

      In normalen Berufen, z. B. als Kieferorthopäden, Hotelfachangestellte, KFZ-Mechaniker, Bäckereifachverkäufer, Restaurantbetreiberinnen, IT-Spezialisten, Feuerwehrleute, Ingenieure, Rechtsanwältinnen, Callcenter-Mitarbeiter, Architekten, Alten- und Krankenpfleger, Lagerarbeiter, Ärzte, Elektriker, Straßenbahnfahrerinnen, Kindergärtner, …

      • Zukunft der Demokratie sagt:

        @10010110,
        wenn ich Farbspektrum richtig verstanden habe, bezog sich das ,,wo “ auf den Ort der Tätigkeit?
        Die von Ihnen zahlreich aufgeführten Berufsgruppen , insofern sie wirklich noch berufstätig sind, nutzen sicherlich verschiedene Verkehrsmittel um auf ihre Arbeitsstellen zu kommen!
        Aber wie viele berufstätige Bürger sind wirklich in dem dann betroffenen Stadtviertel ,,Altstadt“ zwecks Mangel an gleichwertigen Alternativen zum eigenen Auto, noch langfristig darauf angewiesen?

    • 10010110 sagt:

      Na dann, mirror, mach’ mal deine Millionen locker, um das zu implementieren. Der ROI sollte doch binnen 10 Jahren drin sein. Dann gehst du auch als „Angel Investor“ bei den armen, gegängelten und abgezockten Autobesitzern in die Geschichte ein.

  9. farbspektrum sagt:

    Es ist mir unverständlich, worauf sich das eiserne Prinzip geschlossener Straßenfronten gründet. Warum keine Abrissflächen als Parkplätze genutzt werden sollen. Zumal dann die Stadt besser durchlüftet wird. Das kurze Stück an der Volkmannstraße gefällt mir. Besser als sich immer durch Straßenschluchten zu bewegen,
    https://goo.gl/maps/VH1ihpEWT8U2

  10. Wilfried sagt:

    Wer hier nach CarSharing ruft, hat wahrscheinlich noch nicht versucht, in Kröllwitz, Lettin, Dölau, Nietleben, Heide-Nord, Lieskau… ein solches Gefährt aufzutreiben.

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