Mitteldeutschlands Kulturszene protestiert gegen Sparpläne beim MDR zur Streichung des Klassik-Programms und Kulturberichterstattung

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41 Antworten

  1. Steuerzahler sagt:

    Das sind alles Fördergelderabgreifer, die dieses Unterschrieben haben, da wundert es nicht, dass die gegen die Kürzung beim MDR sind. Die haben sicherlich Angst, dass denen als nächstes der Fördertrog vorenthalten wird.

    • Frage sagt:

      Was bilden Sie sich eigentlich ein? Wenn eine Stadt oder ein Land eine Oper haben möchte, die Parlamente das mehrheitlich beschlossen haben, dann ist es das Selbstverständlichste von der Welt, dass die dort Tätigen, angemessen bezahlt werden. Sie als „Fördergeldabgreifer“ zu bezeichnen, als ob die etwas Verwerfliches täten, ist respektlos und unverschämt.

      • Dani sagt:

        Was bilden Sie sich eigentlich ein? Mir ist es ziemlich gleich, ob eine Stadt oder ein Land eine Oper haben will und mehrheitlich beschließen, was mit meinen Steuern und meiner GEZ passiert, wenn ich als Bürger nicht einmal gefragt werde. Da sieht man doch mal wieder, was die Fördergeld- und GEZabgreifer sich eigentlich einbilden und wie respektlos sie gegenüber berechtigter Kritik sind und wie abgehoben sie sind. Steuerzahler hat völlig recht!

        • Frage sagt:

          Ich kritisiere, wie verächtlich über Künstler geredet wird, denn es ist selbstverständlich, dass sie für eine bestellte Arbeit bezahlt werden. Nicht kritisiert habe ich, dass man darüber streiten kann, ob man eine Oper möchte, oder eben nicht. Da unterstellen Sie mir etwas, das ich nicht gesagt habe. Gefragt werden Sie beispielsweise bei Wahlen. Wahlen finde ich deutlich fairer, als wenn nur Sie gefragt würden.

        • Hallenser55 sagt:

          Spitzenmäßig geantwortet ! Danke !

  2. Hallenser17 sagt:

    beschwert euch lieber bei EUREN Gewerkschaften !!!
    Gehälter steigen und steigen – auch beim öff. Rundfunk

    Der Rundfunkt sollte sparen – ABER doch nicht beim Programm sondern bei seinen Kosten.
    Hat man leider nicht verstehen wollen.

    GEWERKSCHAFTEN die immer mehr und mehr und mehr Löhne erhöhen und fordern gehören abgeschafft.

    Diese Löhne machen Deutschland unattraktiv genauso wie zu hohe Strompreise usw. .

    HAVAG dünnt sein Liniennetz aus, jetzt der MDR ……..

    Mal sehen wann unser Stadtrat drauf kommt, dass man nur das ausgeben kann, was man einnimmt.
    Die Zukunft wird es zeigen… Wir können nicht jedem mehr den A… pudern.
    So weh wie es manchmal auch tun wird.

  3. Streichler sagt:

    Es ist kein Geld mehr da. Deshalb Streichung.Punkt.

    • Emmi sagt:

      Bin eher für die Streichung der Politik Talk Runden im TV. Die lügen sich doch eh nur die Taschen voll und es kommen immer wieder die selben Phrasen. Eine Selbstdarstellung für Politiker.

  4. 10010110 sagt:

    Das ist wie die SPD im Stadtrat, die natürlich volles Verständnis für die prekäre Haushaltssituation hat, aber es soll keinesfalls irgendwo gespart werden. Aber so richtig konstruktive Vorschläge, wie der Status Quo finanziert werden soll, haben sie auch nicht.

    • PaulusHallenser sagt:

      „Aber so richtig konstruktive Vorschläge, wie der Status Quo finanziert werden soll, haben sie auch nicht.“

      10010110,

      die haben sie schon, nur werden sie öffentlich nicht genannt. Treten Sie mal in Kontakt mit Mitgliedern der halleschen SPD und den Jusos. Der harmloseste Vorschlag wird da noch die drastische Erhöhung der Gewerbesteuer sein. Ansonsten kommt dann: Vermögensteuer, „Reichensteuer“ (ab einem Jahreseinkommen ab 60.000 Euro brutto), höhere Grundsteuern, 100% Erbschaftsteuer usw.

      • Frage sagt:

        PaulusHallenser,

        Hat irgendwer vorgeschlagen, den gebührenfinanzierten MDR mit Steuermitteln zu unterstützen? Aus der Gewerbesteuer?Wo wurde eine Reichensteuer ab 60.000 brutto gefordert, wo eine Erbschaftssteuer von 100%? Ohne Nachweise könnte glatt der Eindruck entstehen, sie fabulierten.

        Beste Grüße

  5. PaulusHallenser sagt:

    „Unterzeichnet wurde das Schreiben von nahezu sämtlichen mitteldeutschen Bühnen. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem die Händelfestspiele Halle, die Stiftung Händel-Haus Halle sowie die Bühnen Halle mit Oper, Ballett, Thalia Theater, Neuem Theater und Puppentheater.“

    Die Steuergeld-finanzierten Organisationen haben offenbar Angst, dass auch ihnen wegen der halleschen Finanzkrise der Hahn abgedreht wird.

    „Gerade für ältere Menschen, Pendlerinnen und Pendler sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität sei das Radio ein wichtiger Zugang zur Theater- und Konzertwelt. Eine geplante Verlagerung von Inhalten ins Digitale könne diese Zielgruppen nicht in gleicher Weise erreichen.“

    Glauben die Unterzeichner des Protestaufrufs wirklich, dass analoges Radio mehr leistet als digitale Angebote? Das ist doch so, als würde man moderne Hochgeschwindigkeitszüge mit alten Dampfloks vergleichen. Alles hat seine Zeit und die Zeit des Radios ist einfach abgelaufen.

    • Emmi sagt:

      @PH, du verstehst eh nix von Kultur. Wie du immer dagegen wetterst ist bekannt. Es gibt aber auch Menschen, die mögen Kultur und Klassik.
      Also: leben und leben lassen. Nennt sich Demokratie

      • PaulusHallenser sagt:

        „du verstehst eh nix von Kultur.“

        Emmi,

        ich habe zumindest verstanden, dass man Kultur eben nicht nur auf darstellende Kunst reduzieren sollte, denn Kultur ist alles (!), was der Mensch tut, macht und unterlässt.

        „Es gibt aber auch Menschen, die mögen Kultur und Klassik.
        Also: leben und leben lassen. Nennt sich Demokratie“

        Da bin ich ganz Ihrer Meinung, solange die Herrschaften ihren Kultur- und Klassikkonsum auch selbst finanzieren.

        • Frage sagt:

          PaulusHallenser,

          Haben Sie auch verstanden, dass Sie einfach einen anderen Kultufbegriff verwenden, als er in der gegenwärtigen Debatte üblich ist? Das ist legitim, hilft aber nicht bei der Verständigung.

          Beste Grüße

    • Frage sagt:

      PaulusHallenser,

      Das hat mit den Finanzproblemen der Stadt nichts zu tun. Das wissen die Unterzeichner auch. Warum wollen Sie die Leute dumm machen? Sind Ihre Argumente so schwach, dass Sie das nötig haben?

      Beste Grüße

      • PaulusHallenser sagt:

        „Das hat mit den Finanzproblemen der Stadt nichts zu tun. Das wissen die Unterzeichner auch.“

        Frage,

        exklusiv für Sie wiederhole ich mich gern:

        Die Steuergeld-finanzierten Organisationen haben offenbar Angst, dass auch ihnen wegen der halleschen Finanzkrise der Hahn abgedreht wird.

        Die Kürzungen beim MDR könnten als so eine Art Blaupause für notwendige und überfällige Einsparungen bei der halleschen „Kulturszene“ dienen. Deswegen auch der lautstarke Protest, denn die Herrschaften sind durchaus in der Lage 1 und 1 zusammenzuziehen.

        „Warum wollen Sie die Leute dumm machen?“

        Nein, das will ich überhaupt nicht. Die sind durchaus intelligent, vor allem wenn es um das weitere Abgreifen von Steuergeldsubventionen geht.

        • Frage sagt:

          PaulusHallenser,

          „Könnte“ ist toll. Sie spekulieren über mögliche Motive, und gehen auf die Sachfrage nicht ein. Das nenne ich „dummachen“: den Leuten irgendwas Andichten, statt das Problem zu diskutieren. Das machen Sie im letzten Absatz schon wieder.
          Die Sachfrage nach der überfälligen Reform des MDR hat nun tatsächlich nichts mit der städtischen Haushaltslage zu tun. Wegen des grundgesetzlichen Auftrags des ÖRR kann das eine auch nicht einfach als Blaupause des anderen fungieren. Was ist die Aufgabe des MDR und passen die Kürzungen zu dieser Aufgabe? Dazu von Ihnen: nichts.

          Beste Grüße

  6. Markus sagt:

    Wenn die öffentlichen Sender sparen, dann grundsätzlich immer zuerst an Programmen, für die es keine gleichwertigen privaten Alternativen gibt, etwa hochwertige Sendungen für Kinder oder kulturelle Angebote. Das ist natürlich grundfalsch, und sie wissen das nur zu gut. Was hingegen nie gekürzt wird, sind die Versorgung der Intendanten, der Spitzensport sowie die gesamte fiktionale Unterhaltung.

  7. 🫣 sagt:

    Sparen ja, aber auf keinen Fall bei uns – wir sind wichtig.

    • Umgeschaut sagt:

      Natürlich nicht bei Eurer Majestät, Ihr seid enorm wichtig. Allerdings letztens nur bis 1918… (Schön wenn du so von dir überzeugt bist, daß du sogar in der 3. Person Plural von dir sprechen kannst…)

      • Umschau sagt:

        Da mangelt es wohl an kulturellem Wissen, um zu verstehen, dass der Smiley* nicht für sich selbst spricht, sondern eine Denkweise mit eigenen Worten wiedergibt, die er selbst gar nicht gut findet, sondern ablehnt.

        (* Damit ist die Person gemeint, die als Nickname einen Smiley gewählt hat. Das muss man offenbar erklären.)

  8. Fred sagt:

    Die Anzahl der Ungebildeten Kommentare zeigt auf wie wichtig MDR Kultur ist!
    Wenn in den Köpfen nur noch Kommerz stattfindet, denn das sind Hitparaden und Co! Ein Dummes Volk ist einfach zu regieren und die allmähliche Zerstörung der Kultur sichert dem Business hohe Renditen! Nur mal auf die Problematik der GEMA-Gebühren auf Weihnachtsmärkten zu zeigen, erhellt das Bewußtsein für Deutsche Kultur und Brauchtum! Last Christmas ist nicht notwendig!!!!

  9. Lichterfee sagt:

    Da hat Markus Recht, die hochwertigen Beiträge, mit Recherche und Aufwand hergestellt, werden eingestampft, der Dudelfunk bleibt. Den gibt es aber auch beim Privatfunk.

  10. Hörer sagt:

    Sofort eine Demo organisieren. Dann sieht man auch an der Teilnehmerzahl wie groß der “ massive“ Protest wirklich ist.

  11. Henk sagt:

    Am besten auch MDR kultur mitschliessen, war mal schön, ist heute nur noch 90% Propaganda.

  12. Dani sagt:

    Das ganze System gehört meiner Meinung nach abgeschafft und die ganzen Vereine der „Kultur“ und des ÖRR sollen sich wie alle Anderen aus Einnahmen aus Abos bzw. Eintrittskarten usw. finanzieren und am generellen Wirtschaftssystem mit allen Rechten und Pflichten wie jeder Gewerbetreibende beteiligen, dann hört das Fördermittelgeschacher und der Unmut in der breiten Bevölkerung nämlich auf. Meiner Meinung, kann es nicht sein, dass sich diese s.g. Intendanten intransparent in Machtpositionen verstricken und dieses Geflecht aus Gefälligkeiten mit aller Macht nach unten drücken.
    An der nächsten formellen Sitzung der Ministerpräsidenten zur Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Rundfunkbeitrags nach 2027 wird sich mit 16 Ministerpräsidenten sowieso nicht mehr durchsetzen lassen, weil bereits zwei Minister nicht an der Sitzung teilnehmen wollen und im Kern geht es genau darum, nämlich den Rundfunk“beitrag“ einfach so zu belassen wie er ist, während sich die Direktoren weiterhin die Taschen füllen wollen, auf Kosten der „Beitrags“zahler.

  13. Streichkonzert sagt:

    Man könnte stattdessen Corax streichen das auch aus Rundfunkgebühren finanziert wird und nur deswegen existiert. MDR Klassik hat 10 mal so viele Hörer und das kommt völlig ohne Bias daher.

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