„Musikkultur ist kein Selbstläufer“ – Klangkarawane als Demo der Musikszene zog durch Halle

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44 Antworten

  1. Klartext sagt:

    Abschaffen, Zuwendungen und Förderung sofort auf NULL senken. Es werden dringend Arbeitskräfte in der Pflege gesucht, also bitte dort zum Einsatz kommen.

    • Fred sagt:

      In der Pflege werden interessierete, engagierte FACHkräfte gesucht, die auch wissen, was man dann wo am Patienten zu tun hat. Es geht nicht um irgendwelche Arbeitszeitabreißer ungelernter Art, die nach einer Woche dann schon das Handtuch werfen…

  2. Arbeiterstandpunkt sagt:

    Das Problem ist, dass die musikalisch-künstlerisch Aktiven und Interessierten oftmals zu wenig Knete haben, um ihre lebendige Orte zu erhalten. Auf der anderen Seite stehen die Orte zwar allen offen, aber durch (Schicht-) Arbeit und Pflege etc. werden sie weitaus mehr von den jungen Menschen mit mehr Zeit besucht…ein echter Sozialismus könnte den Widerspruch lösen 🙂
    Den Aktiven dort viel Erfolg!

    • PaulusHallenser sagt:

      „ein echter Sozialismus könnte den Widerspruch lösen“

      Genosse Arbeiterstandpunkt hat offenbar nicht aus dem Scheitern der ehemaligen DDR gelernt. 🙂

      Der Musik- und Kunstmarkt funktioniert nach Angebot und Nachfrage. Wenn zum Beispiel Clubs nicht mehr genug nachgefragt werden, „sterben“ sie. Wenn die Nachfrage nach Clubs steigt, gibt es auch wieder mehr Clubs, das Angebot steigt also. Dafür braucht es keinen „echten Sozialismus“, sondern freie Marktwirtschaft ohne gesetzliche Auflagen.

      • Arbeiterstandpunkt sagt:

        Radikalkapitalistischer Paul hat nicht verstanden, dass in der DDR der bürokratische Kapitalismus gescheitert ist und ein neuer Anlauf für einen echten Sozialismus aus den dortigen Erfahrungen tatsächlich sehr viel lernen kann und muss.
        Deine Vorstellung umgesetzt bedeutet Verödung der Stadt und noch weniger Gemeinschaft, mehr Einsamkeit für viele

        • Zapp sagt:

          Mehr Einsamkeit für viele???

          Viele Rentner sind einsam, weil die mickrige Rente nicht reicht, mal ein Café zu besuchen. 200€ mehr im Monat würden Wunder wirken.

        • Luft nach oben sagt:

          Arbeiter hat nicht verstanden, dass die DDR schon der real existierende Sozialismus war. Wie soll denn in Deinem Sozialismus der Volkeswille umgesetzt werden? Mein Vorschlag: Freie Wahlen im Großen und durch Kaufverhalten im täglichen. Ohh, haben wir schon – und nennt sich soziale Marktwirtschaft! Hat sich anders als jede Form von Sozialismus auch als Wohlstandsschaffer bewährt. Und im Gegenteil zum Kapitalismus bekommen Rentner, Benachteiligte und zum Großteil sogar Faulenzer ( Bürgergeldner) sogar eine Mindestsicherung. Und auch Künstler und Musiker werden öff. subventioniert, also haat die Klangkarawane falsche Töne angeschlagen. Sie wollen nur ihr Hobby finanziert haben, wie Operngänger HFC und Co. – was aus meiner Sicht abgeschafft gehört.

      • H. sagt:

        Dinge, die das Leben einfach nur schöner machen, lohnen sich häufig nicht in einer ungezügelten Marktwirtschaft. Nach dieser Logik müssten zuerst z.B. öffentliche Brunnen stillgelegt und Parkanlagen der Verwilderung preisgegeben werden. Kunst war immer abhängig von reichen Geldgebern, und gerade die großen Werke der klassischen Musik hätten keine Chance gehabt ohne Herrscher, die Komponisten und Orchester beschäftigten und unterstützten. Selbst damit war es nur wohlhabenden Menschen möglich, Veranstaltungen zu besuchen. Es geht heutzutage darum, möglichst vielen Menschen den Zugang zu Kunst zu ermöglichen. Dies ist auch ein nicht unwesentlicher Teil der Demokratie, da die Kunstfreiheit es ermöglicht, politisch unbequeme Haltungen auszudrücken. Politische Meinungsbildung sollte nie allein reichen Geldgebern vorbehalten sein.

        • Pffffft sagt:

          Kunst im engeren Sinn hat immer der Förderung bedurft, Popkultur aber nicht. Wenn diese sich kommerziell nicht trägt, ist es keine Popkultur mehr. Es bedarf keines Symphonieorchesters, um „politisch unbequeme Haltungen auszudrücken“. Diese wiederum sind typischerweise das Gegenteil von „Dingen, die das Leben einfach nur schöner machen“.

        • t-haas sagt:

          Aber auch diejenigen, die dann diese Kunst für die anderen machen, müssen zu einem menschenwürdigen Leben finanziell fähig sein. Und das kommt nur auf Kosten der kunst Konsumierenden…

        • 10010110 sagt:

          Es kann aber nicht jeder „Kunst“ machen, bzw. wenn es jeder machen würde, würde in dieser Gesellschaft überhaupt nix mehr laufen. Die Abhängigkeit der Kunst von Mäzenen führte auch zu einer klaren Herauskristallisierung von echten künstlerischen Talenten und dadurch der Schaffung der Meisterwerke, die wir heute kennen und schätzen. Und die untalentierten mussten sich halt mit „richtiger“ Arbeit über Wasser halten. Das war nicht unbedingt das schlechteste System. Wenn jeder nach belieben alles machen kann, dann führt das nur zu mehr Beliebigkeit.

          • jep sagt:

            Da ist was dran.

          • Arbeiterstandpunkt sagt:

            Wenn jeder Mensch der möchte (zeitlich/finanziell und von den eigenen Kenntnissen her) in der Lage wäre Kunst zu machen, dann wären viele Menschen glücklicher und im Leben produktiver statt destruktiv, aggressiv, passiv, abgestumpft.
            Und Mäzenentum ist zutiefst undemokratisch, nein danke!

            • 10010110 sagt:

              Wenn jeder Mensch der möchte (zeitlich/finanziell und von den eigenen Kenntnissen her) in der Lage wäre Kunst zu machen, dann wären viele Menschen glücklicher und im Leben produktiver […]

              Mag sein, dass das so sein könnte. Das ist ja auch ein Argument bei der Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen. Das geht aber erstens nur bei weitgehender Automatisierung von unangenehmen Tätigkeiten/Berufen, und so weit sind wir noch lange nicht. Und zweitens muss man da langfristiger denken: die Generationen, die dann aufwachsen, ohne jemals irgendeinen materiellen Mangel und die Notwendigkeit des Gelderwerbs erlebt zu haben, die haben dann möglicherweise überhaupt keine Motivation mehr, irgendwas zu lernen.

              Wozu muss man denn sechs Jahre Medizin studieren oder ein Ingenieursstudium oder eine dreijährige Handwerksausbildung absolvieren, wenn man einfach nur in den Tag hinein leben und „Kunst“ machen kann? Das Resultat wäre dann, dass kaum noch jemand produktiv ist. Und ob man glücklicher ist, wenn es keinen durch eine geregelte Arbeit fest vorgeschriebenen Tagesrhythmus mehr gibt, ist auch wieder eine andere Frage.

              • Arbeiterstandpunkt sagt:

                Das war aber eben als Ergänzung zu Erwerbsarbeit, Hausarbeit, Sorgearbeit etc. gemeint, als Bereicherung für das individuelle und gesellschaftliche Leben

  3. Löwe73 sagt:

    Warum sollte der Steuerzahler pauschal Geld für irgendwelche ‚Möchtegern‘ Künstler zahlen? Wem es gefällt der soll hingehen und eben Eintritt zahlen! Das hier hört sich eher danach an, das irgendwelche arbeitsscheuen links-woken Lebenskünstler auf Steuerzahlerkosten ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Außerdem ist nicht jeder Krach automatisch Musik und nicht jedes Machwerk auch Kunst!

    • echter Steuerzahler sagt:

      Was störts dich. Du zahlst nichts davon.

      • Löwe73 sagt:

        Du musst es ja wissen. bist wohl ein ganz schlauer? Wenn ich die durchschnittliche Steuerbelastung pro Kopf nehme, zahle ich etwa für vier weitere Personen mit. Und ich finde es eben zum kotze,n wenn ich sehe für welchen Scheiß die Kohle verballert wird, statt vernünftige und notwendige Ausgaben zu finanzieren.

    • Ach nee sagt:

      Boah, was für eine spießige Verknöcherung und Ahnungslosigkeit. Löwe 73 hat noch nie was anderes als sein Brüllen und Schlagerparade gehört. Der Tellerrand ist zu hoch.

  4. PaulusHallenser sagt:

    „Gefordert wird mit der Demo beispielsweise eine Erhöhung des Etats für Freie Kultur auf 5%, die Finanzierung der Netzwerkarbeit“

    Mit anderen Worten: Diese Personen wollen mehr Geld, damit sie nicht mehr richtig in der Privatwirtschaft arbeiten müssen.

    • Einwohner sagt:

      Da steht die TOOH in nichts nach – auch da wird viel zu viel Steuergeld verbraten.

      • Pressesprecher sagt:

        Du wirst es wohl als Mitarbeiter und buchhalterisch dort Tätiger ganz genau wissen. Oder bist du etwa nur Couchpotatoe? Dann Sabbel halten und nicht unklar rumtönen. Angaben konkret zur Sache sind gern willkommen.

        • PaulusHallenser sagt:

          Die TOOH verschlingt jährlich 45 Millionen Euro an Steuergeldern und nimmt durch Kartenverkäufe nur 2 Millionen Euro ein.

          Ein weiteres Beispiel für die Steuergeldverschwendung bei der TOOH ist der Punkt, dass auf 8 Mitarbeiter 1 Abteilungsleiter kommt. Das ist krasse Geldverschwendung.

    • "auf" / "um" ... hihihi, bitte nochmal die Bedeutung nachlesen! sagt:

      Mann Oalder, nicht immer gleich draufhauen! Da steht zwar „Erhöhung des Etats für Freie Kultur auf 5%“, aber nicht wovon. Natürlich meinen diese ähhhh …. Narren da den gesamten Kulturetat der Stadt. Diese Forderung gibt es schon lange. Herr VOLTer läßt grüßen. Aber wenn man das so meint, dann muß man das auch so sagen.

      Das machen die aber lt. Artikeltext nicht. „Erhöhung des Etats für Freie Kultur auf 5%, …“ ohne Angabe des Bezugs? Hmmm, dann nehmen wir doch mal die vorjährig an diese Fördermittelsauger ausgezahlte Summe und schrumpfen die gerne auf 5% zusammen.

      Mit dem eingesparten Geld reparieren wir dann bitte ein paar Schlaglöcher. Ist schon eine Schande, wie mein fetter Maserati jedesmal mehrfach aufsetzt, wenn ich (täglich) zum Posing ind die Innenstadt fahre … um „Kultur“ zu (er)leben!!!

  5. "Erhöhung des Etats für Freie Kultur auf 5%" sagt:

    Da bin ich doch auch dafür: Einschrumpeln diese unnützen Ausgaben: AUF ein Zwanzigstel, also auf 5% der jetzigen Haushaltsansatzbeträge.

    Super, so wird das mit der Austerität glatt gelingen! Wenn der Pöbel das schon fordert … warum dann nicht machen? Nur Mut, ihr Stadträte!!

    .

  6. hallodri sagt:

    Die Klangkarawane fordert also 5% mehr Etat. Für den entsprechenden Mehrwert und der Steigerung der Lebensqualität in unserer Stadt ist das mehr als ein Schnäppchen! Da bin ich gern bereit außer den mehrfach geforderten 27% Erhöhung an Kitabeiträgen, gleich noch 10% on top zu zahlen. Kunst ist schon ein hohes Gut.
    Ironie off

    • Hallodri-O sagt:

      Wo im Artikel steht denn „Die Klangkarawane fordert also 5% mehr Etat.“??? Das steht da nirgends! Nochmal lesen.

      Das, was diese „Kultur- und Musikschaffenden“ wollen, ist das Anheben des Förderanteils für die „freien Künste“ auf (mindestens) 5% des gesamten städtischen Kulturetats. Bis jetzt liegen sie deutlich drunter. Das steht natürlich auch nicht so im obigen Text. Jedoch werden die Protestierer das aber auf ihrer Schallabsonderungstour schon ordentlich gefordert haben, da bin ich mir sicher.

      Diese Kultur-Aktivisten suchen nämlich seit Jahren mit dieser Forderung sowohl Kultur- und Finanzausschuß als auch die Stadtratssitzungen heim – immer wenn der freikünstlerische Anteil am Kulturetat verteilt wird. „Basar der Kultur“ heißt dieser Kulturausschuß-Tagesordnungspunkt (Februar/März/April, je nach Haushaltsgenehmigung durch das LVwA) scherzhaft in Stadtratskreisen. Ein schreckliches Gezerre. Jedes Jahr. Und da kommen dann die IGs der „Kulturschaffenden“ und „Musikschaffenden“ zu den Sitzungen vor dem „Basar“-Termin und stellen solche Forderungen. Zur jährlichen, im Frühherbst beginnenden Haushaltsdebatte kommen die auch regelmäßig vorbei.

      Ich mag diesen Forderungs-Singsang schon gar nicht mehr hören. Aber im Kern haben die immer richtig formuliert: Anheben des Anteils für die freien Künste incl. der Musikszene auf (mindestens) 5% vom städtischen Kulturetat. Warum also sollten die Partyhanseln das gestern anders formuliert haben. OK, nach dem dritten Sternburger läßt die Konzentration nach. Aber trotzdem: das fordern die sogar noch im Tiefschlaf in inhaltlich korrekter Form.

      Darauf ein Sterni …

      • hallodri sagt:

        Danke für die Richtigstellung und die detaillierten Informationen aus dem Bereich der Finanzierung. Nichtsdestotrotz empfinde ich diese und jegliche Form der Subventionen für Musik/Kunst als nicht gerechtfertigt, wenn der Haushalt der Stadtkasse in Schieflage ist und erhöhte Kita Beiträge die Defizite im Haushalt ausgleichen sollen!

  7. Siegfried von der Heide sagt:

    Ichhabe sie gehört die Klangkarawane – Klang war nicht dabei, dafür viel monotones
    vierviertel-bumm-bumm…. Eintönig, langweilig und nur besoffen oder zugedröhnt auf Dauer „interessant“, besser: aushaltbar. Dafür Fördermittel? Wozu? Den Kram kann jede KI in Millisekunden reproduzieren. Kunst kommt noch immer von Können.

    • Divertimento sagt:

      Siggi, das sind ja ganz neue Töne 😃

    • Pressesprecher sagt:

      Mal andersherum gefragt, was kannst du eigentlich? Kannst du fehlerfrei singen, oder nur blubbern? Bist du Bass oder Tenor, dann herzlich willkommen in den vielen suchenden Chören der Stadt. Es gibt alle Genres, von Pop, Gospel bis zur gehobenen Klassik. gern auch als Instrumentalist, wenn du das drauf haben solltest. Rückfragen gern über DbH

      • @lügenpressesprecher sagt:

        versuchs mit verstehendem lesen.
        es wurde gesagt, man habe die „karawane“ bei ihrer demo gehört.
        wenn da nur das beschriebene kam, musst du das erstmal so hinnehmen und nicht sinnfrei lospoltern.

  8. Stop tje Druffiparties sagt:

    Das wollen wir nicht in Halle.

  9. FB sagt:

    Abschaffung der GEMA, dieser Verein ist eine Lopyi denen Kleinkünstler nicht zu gute kommt.
    Somit wäre Gelder für Veranstalter frei.

  10. Abseits sagt:

    „Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter“.. Show must Go on!

  11. Und Fußball? sagt:

    An die Nörgler hier… Beim Fußball werden die Steuerzahlenden auch nicht gefragt, ob sie damit einverstanden sind, dass ihre Steuerabgaben in Unmengen für diesen Sport verschwendet werden.

  12. Das Defizit sagt:

    Die Erhöhung der Kita-Beiträge soll keine Defizite im Haushalt ausgleichen. Der Haushalt hat unter anderem ein Defizit, weil diese Beiträge seit Jahren nicht mal um die Inflation angehoben wurden. Fragt man seriös denkende Eltern, sind die Beiträge lächerlich gering.

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